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Matthäus geht auf Klinsmann los

München - Die Ablösung von Sepp Maier als Bundestorwart-Trainer ist bei Lothar Matthäus auf scharfe Kritik gestoßen.

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«Menschlich ist das ein sehr großer Verlust für den DFB, aber dort geht es ja schon seit Jahren nicht mehr um Menschlichkeit. Gerade seit Jürgen da ist. Er ist ein Killer», sagte der Fußball-Rekordnationalspieler in einem Interview mit der Münchner «tz» und reagierte damit auf die Entscheidung von Bundestrainer Jürgen Klinsmann nach dem Länderspiel in Iran, die Zusammenarbeit mit Maier zu beenden.

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Lothar Matthäus feuert im Juni 2004 das ungarische Nationalteam an.

Auch wenn es nach außen hin anders verkauft würde, geht Matthäus davon aus, dass «Sepp zu seinem Abschied aus der Nationalelf gedrängt wurde. Nach über 30 Jahren beim DFB wirft man nicht einfach so hin.» Der ungarische Nationaltrainer warf Klinsmann vor, schon immer versucht zu haben, die Fäden in die Hand zu bekommen. «Ich habe das damals an eigener Haut zu spüren bekommen. Klinsmann hat ja auch an mir gesägt - und letztendlich ist es ihm auch gelungen», sagte der 43-jährige Franke, «Klinsmann lässt für seine Ziele Köpfe rollen. Auch im Fall Maier wurde Druck ausgeübt, um Plätze freizubekommen, damit sich Jürgen selbst noch mehr stärken kann.»

Matthäus ist fest davon überzeugt, dass der ehemalige Nationaltorwart Andreas Köpke Maiers Nachfolger wird. «Köpke, Klinsmann und Oliver Bierhoff standen sich immer schon sehr nahe», meinte der 150-malige Auswahlspieler, «Klinsmann ist dabei, sich eine neue Hausmacht in der Nationalelf aufzubauen. Wenn das hinsichtlich der WM zu einem guten Ergebnis für den deutschen Fußball führt, freut es mich. Wenn nicht, fällt das ganze Kartenhaus allerdings in sich zusammen.»

Eine mögliche Berufung von Köpke zum Bundestorwart-Trainer wird den Torwart-Streit zwischen Oliver Kahn und Jens Lehmann nach Ansicht von Matthäus nicht unbedingt beenden. «Natürlich stand Sepp Maier dem Kahn näher, aber auch die Lösung Köpke hat ihre Problematik», meinte der Weltmeister von 1990, «denn Kahn und Köpke waren jahrelang Konkurrenten. Und Lehmann ist wiederum ein guter Freund von Bierhoff - da haben sich einige in der Nationalelf gefunden. Jürgen übernimmt dafür die Verantwortung, darum ist das zu akzeptieren. Wenn der Erfolg 2006 aber nicht da ist, muss auch Jürgen mit Konsequenzen rechnen.»

dpa

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