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Sandra Minnert beendet Karriere in der DFB-Elf

Düsseldorf - Von dauerhaften Schmerzen im Knie geplagt beendet Fußball-Weltmeisterin Sandra Minnert schweren Herzens ihre Karriere in der deutschen Frauen-Nationalmannschaft.

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Die 34 Jahre alte Abehrspielerin des SC 07 Bad Neuenahr wird der DFB- Auswahl nach dem EM-Qualifikationsspiel in Lübeck gegen Belgien (3:0) nur noch in den Niederlanden zur Verfügung stehen. Dann ist endgültig Schluss für eine der beständigsten und erfolgreichsten Nationalspielerinnen, die ihr 145. Länderspiel gegen Belgien mit ihrem 16. Tor im DFB-Dress krönte. «Ich hätte gerne noch die Olympischen Spiele 2008 in Peking mitgemacht. Aber ich habe gemerkt, dass das nicht mehr geht», sagte die 34-Jährige.

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Bundestrainerin Silvia Neid bedankt sich bei Sandra Minnert.

Grund für das nicht unerwartete Karriereende der Vorzeigeathletin ist, dass ihr schon vier Mal operiertes linkes Knie (Knorpelschaden) den Belastungen nicht mehr standhält. «Ich muss mittlerweile mehr trainieren als viele junge Spielerinnen. Außerdem sind die Prognosen der Ärzte nicht günstig. Und ich will in Zukunft morgens vernünftig aufstehen können, ich will später kein künstliches Kniegelenk haben», erläuterte die Defensivspezialistin, die ihren Entschluss der DFB-Trainerin Silvia Neid und den Teamkolleginnen im Vorbereitungsquartier in Bad Segeberg mitteilte.

Monatelang hatte sie sich in der Rehabilitation gequält, um noch den Sprung zur WM in China zu schaffen, wo sie es auf drei Einsätze brachte. «Ich habe nicht mehr schmerzfrei trainieren können. Die Reha war eine einzige Quälerei. Dennoch habe ich es zur WM geschafft, für mich ging damit ein Traum in Erfüllung», sagte Minnert, die solch eine Phase aber «nicht noch einmal durchmachen» möchte. Die Entscheidung sei ihr nicht leicht gefallen, aber am Ende ihrer erfolgreichen Karriere mit dem Gewinn von zwei WM-Titeln, vier Europameisterschaften (1995, 1997, 2001, 2005) und zwei olympischen Bronzemedaillen überwiegt der Stolz. «Ich hatte in der Nationalmannschaft eine sehr schöne Zeit, sie hat mich geprägt, mein Leben verändert, ich will sie absolut nicht missen.»

Bundestrainerin Silvia Neid bedauert den Rückzug, zeigt aber großes Verständnis. «Es ist schade, aber auch nachvollziehbar, dass Sandra aufhört. Sie ist eine Weltklasse-Spielerin, die Erfolge, die sie errungen hat, sprechen für sich. Sie hat große Verdienste um den deutschen Frauenfußball erworben», sagte die 43-Jährige.

Dem Fußball wird Minnert, die zudem fünf deutsche Meisterschaften und sechs DFB-Pokalsiege errang, erhalten bleiben. Ihren Vertrag in Bad Neuenahr bis 2008 will sie erfüllen. «Ich werde mich demnächst mit dem Verein zusammensetzen, um über eine Verlängerung zu reden», sagte sie. Zudem unterschrieb sie schon einen Kontrakt als Trainerin der DFB-Eliteschule in Bad Neuenahr-Ahrweiler und wird als Repräsentantin von Lotto Rheinland-Pfalz arbeiten. «Es wurde in Zusammenarbeit mit dem Fußball-Verband Rheinland ein sehr gutes Paket für mich geschnürt», so Minnert, die aber weiß, dass ihr die Nationalelf nach 15 Jahren fehlen wird: «Ich habe fast mein halbes Leben in ihr verbracht. Es wird eine Umstellung sein, wenn Silvia Neid die Mannschaft nominiert und ich nicht im Aufgebot stehe.»

dpa

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