Sonntag, 28. Oktober 2007 / 16:25 Uhr
München - Ein fast perfekter Spieltag für Gladbach, Rückschlag für Mainz und Aachen - nach elf Spieltagen in der 2. Fußball-Bundesliga ist nur einer von drei Ex-Erstligisten im Soll.
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Nach dem 3:1 im Topspiel bei der SpVgg Greuther Fürth steuert Borussia Mönchengladbach scheinbar unaufhaltsam dem direkten Wiederaufstieg entgegen. Allein der SC Freiburg, der mit dem glücklichen 2:1 beim FC Carl Zeiss Jena Zweiter ist, und der TSV 1860 München können noch mithalten. Die «Löwen» kehrten nach dem 3:0 über Kickers Offenbach auf den dritten Aufstiegplatz zurück.
Aufstiegskandidat Mainz 05 ist zu Hause weiter ungeschlagen, fiel nach dem peinlichen 1:1 gegen den FC Augsburg aber auf den vierten Rang zurück. Die hochgehandelte Alemannia Aachen verspielte beim 2:2 gegen 1899 Hoffenheim einen 2:0-Vorsprung und musste als Tabellen-Achter sogar den 1. FC Köln vorbei lassen, obwohl das Team von Trainer Christoph Daum beim 2:1 gegen das sieglose Schlusslicht Paderborn knapp an einer Blamage vorbeischrammte und von den eigenen Fans ausgepfiffen wurde.
«Dass die Mannschaft nach dem 1:1 nie aufgegeben und den Sieg erzwungen hat, spricht für ihre Moral», stellte Daum zufrieden fest. Milivoje Novakovic, der schon das 1:0 erzielte, rettete dem FC vor 41 000 Zuschauern eine Minute vor Spielende mit seinem neunten Saisontor den Dreier, nachdem Nils Döring (51.) für Paderborn ausgeglichen hatte. «Wir hatten Chancen ohne Ende. Wenn man sieht, wie die Mannschaft um den Lohn gebracht wird, ist das fast schon tragisch und tut sehr weh», sagte Paderborns Trainer Holger Fach.
Am Tabellenkeller schoss sich der 1. FC Kaiserslautern mit dem 2:0 gegen den FC Erzgebirge Aue nach Toren von Patrice Bernier und Erik Jendrisek aus dem schlimmsten Schlamassel, doch Klaus Toppmöller als Krisenhelfer bleibt ein Thema in der Pfalz. «Wir werden weitere Gespräche führen», sagte FCK-Vorstandschef Erwin Göbel vor der Partie. Nach seinem «Nein» zu einem Aufsichtsratsposten soll Toppmöller als Berater gewonnen werden.
TuS Koblenz kehrte beim 1:0 gegen den VfL Osnabrück nach drei sieglosen Spielen auf den Erfolgskurs zurück und ließ dank Torschütze Dragan Bogavac die Abstiegszone vorerst hinter sich. Carl Zeiss Jena kommt dagegen nicht aus dem Tabellenkeller heraus. Die Thüringer kassierten bei der Generalprobe für den Pokal-Hit gegen den 1. FC Nürnberg die fünfte Heimpleite in Serie. Jonathan Pitroipa und Pavel Krmas schossen Freiburg auf den zweiten Platz.
Nach der Tore-Gala des Kanadiers Rob Friend, der in Fürth alle drei Tore erzielte, will Gladbach auch im DFB-Pokal auf Erfolgskurs bleiben. «Jetzt müssen die Bayern wohl Angst vor uns haben», scherzte Gladbachs Marko Marin mit Blick auf den Knüller am Mittwoch bei Bayern München, «aber im Ernst: Wir sind gut drauf und haben dort nichts zu verlieren.» So gut wie in Gladbach war die Stimmung in Fürth nach der ersten Heimniederlage nicht. «Wir haben Lehrgeld bezahlt», jammerte Trainer Bruno Labbadia. Präsident Helmut Hack gestand: «Die Qualität, die Gladbach hat, haben wir noch nicht.»
dpa
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