Dienstag, 30. Oktober 2007 / 18:19 Uhr
Zürich - Franz Beckenbauer, erfolgreicher OK-Chef der WM 2006 und Mitglied im FIFA-Exekutivkomitee, hat sich nach der Vergabe der Frauen-WM 2011für eine Frau als OK-Leiterin ausgesprochen.
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Die Frauen-WM findet 2011 in Deutschland statt. Was bedeutet dies für sie persönlich?
Franz Beckenbauer: «Ich freue mich erstmal über das Ereignis. Und ich freue mich, dass das Exekutivkomitee uns das Vertrauen geschenkt hat. Das Ergebnis war nicht einstimmig, aber das konnte es auch nicht sein. Das ist auch nicht wichtig. Wichtig ist, dass man uns das Vertrauen gibt.»
Was hat den Ausschlag gegeben?
Beckenbauer: «Ich denke, dass Motto 'Welcome back' wurde gut aufgenommen. Jetzt liegt es an uns, die gleiche Freundlichkeit und Begeistung und Fröhlichkeit auch 2011 zu bringen. Ich denke, das wird gelingen. Ich habe meinen Freunden im Exekutivkomitee gesagt: 'Ich kann für alles garantieren, außer das Wetter'.»
Sie waren OK-Chef 2006, wer soll diese Aufgabe 2011 übernehmen. DFB-Chef Theo Zwanziger ist für eine Frau...
Beckenbauer: «Das sollte eine Frau werden, aber da halte ich mich raus.»
Wie groß war Ihr Anteil für den Zuschlag?
Beckenbauer: «Jeder hat seinen Teil beigetragen. Mein Vorteil ist, dass ich in dem Komitee sitze, dass das meine Freunde sind, die ich schon Jahrzehnte kenne. Ich habe vielleicht ein bisschen beigetragen.»
Welche Bedeutung hat die WM im eigenen Land für den Frauen-Fußball?
Beckenbauer: «Das bedeutet sehr viel. Der Frauen-Fußball hat schon einen hohen Stellenwert, und der wird noch höher sein.»
Brasilien ist 2014, 64 Jahre nach der letzten WM im eigenen Land, wieder Gastgeber. Wieso hat das so lange gedauert?
Beckenbauer: Die Brasilianer hatten sich ja auch 2006 beworben. Jetzt geht es ihnen wirtschaftlich gut. Sie haben die Möglichkeit, für die nötige Infrastruktur zu sorgen. Ich glaube, ein fußballbegeisterteres Land gibt es nicht. Es ist eine perfekte Entscheidung.»
aufgezeichnet von Arne Richter, dpa
dpa
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Mehmet Scholl (nach einem der Derby der Bayern gegen die Löwen): Die Brisanz dieses Spieles hat man daran erkannt, dass sich Franz Beckenbauer über unsere Tore gefreut hat.
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