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Düsseldorf ist inoffizieller Herbstmeister

Leipzig - Ausgerechnet gegen Schlusslicht VfL Wolfsburg II hat Spitzenreiter Kickers Emden die Tabellenführung aus der Hand gegeben und Fortuna Düsseldorf zur inoffiziellen Herbstmeisterschaft verholfen.

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Die Ostfriesen verloren in der Fußball- Regionalliga Nord mit 1:2 gegen die VW-Städter. Die Fortuna gewann das Spitzenspiel gegen Rot-Weiß Erfurt mit 2:0. «Es hat noch nicht alles geklappt, aber der Sieg war natürlich eine Erleichterung», sagte Düsseldorfs Interimstrainer Wolf Werner.

Der Sport-Geschäftsführer der Rheinländer wird nach eigenen Angaben nur bis zur Winterpause als Nachfolger des entlassenen Uwe Weidemann fungieren. «Unter den Kandidaten sind einige renommierte Leute», verriet Werner. Erfurts Coach Pawel Dotschew lobte seine Elf trotz der Niederlage: «Das Ergebnis entspricht nicht der Leistung. Wir haben ein gutes Spiel gemacht.»

Emden liegt nach der überraschenden Niederlage auf Platz zwei - punktgleich mit den Düsseldorfern. «Wir haben bisher eine gute Saison gespielt, aber im Fußball gibt es eben auch Tage wie heute», sagte Emdens Coach Stefan Emmerling. Für Wolfsburg sicherte Philipp Kreuels durch seine beiden Tore den ersten Auswärtssieg der Saison.

Der Wuppertaler SV verpasste durch das 0:2 beim 1. FC Magdeburg nicht nur den Sprung auf Platz eins, sondern rutschte gar vom dritten auf den fünften Rang ab. «Sicherlich hatte der Schiedsrichter heute nicht seinen besten Tag - wir aber auch nicht», befand WSV-Trainer Wolfgang Jerat. Für seinen Magdeburger Kollegen Dirk Heyne war die Partie gleich doppelt schwer. In der Nacht war Heynes Vater verstorben. Das rückte die sportlich komplizierte Situation nach fünf sieglosen Partien in den Hintergrund. Dennoch drohte im Falle einer Niederlage Heynes Entlassung. Nach der Partie verließ der Trainer, der von den Fans gefeiert wurde, sofort das Stadion. FCM- Mittelfeldspieler Kais Manai sagte: «Wir haben heute auch für ihn gespielt, damit er das Traurige etwas vergessen kann.»

Den dritten Sieg in Serie fuhr Dynamo Dresden ein. Beim 1:0 gegen Energie Cottbus II gab es allerdings wenig Glanz auf der Baustelle Harbig-Stadion. «Wir haben so chaotisch gespielt, wie es derzeit hier aussieht», spottete Dynamo-Trainer Eduard Geyer. Heiko Weber verbarg nur mit Mühe seinen Ärger. «Das war schon das siebte Mal, dass wir 0:1 verlieren», stellte er fest.

Auch Eintracht Braunschweig musste zum Hinrundenschluss ein 0:1 einstecken. «Vielleicht können wir in der Rückrunde noch vieles aufholen», hoffte Eintracht-Trainer Benno Möhlmann nach der Niederlage bei Borussia Dortmund II. Die zweite Halbserie beginnt am kommenden Wochenende mit zwei Spieltagen vor der Winterpause.

dpa

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