Dienstag, 27. November 2007 / 12:12 Uhr
Kaiserslautern - Nicht Fisch, nicht Fleisch - die Protagonisten wussten selbst nicht so recht, wie das torlose Rheinland-Pfalz-Derby der 2. Fußball-Bundesliga zwischen dem Abstiegskandidaten 1. FC Kaiserslautern und dem Aufstiegsaspiranten FSV Mainz 05 vor 39 115 Zuschauern zu bewerten war.
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«Das 0:0 ist Motivation für uns. Mehr Punkte hatte keiner verdient», sagte der neue FCK-Vorstandssprecher Hans-Artur Bauckhage. «Wir sind nicht unzufrieden, aber es fehlte die letzte Konsequenz», erklärte 05-Präsident Harald Strutz.
Bauckhage und seine neuen Vorstands-Mitstreiter Johannes Ohlinger und Rolf Landry sind neben den hauptamtlichen Kräften Erwin Göbel und Arndt Jaworski in den kommenden Wochen beim Kampf gegen den drohenden Gang in die 3. Liga die «Spielmacher» in der Pfalz. Frisches Geld ist nötig, um den Kader fit für den Klassenverbleib zu machen. «Es muss etwas passieren. Im Gegensatz zu René C. Jäggi bringe ich einen Investor. Wir sind in guten Gesprächen», versprach Bauckhage. Wann wer den Scheck ausstellt, wollte Bauckhage nicht sagen. «Geld ist wie ein scheues Reh», erklärte der Ex-Minister.
Vom ehrenamtlichen Sportdirektor Klaus Toppmöller erwartet der Landtags-Vizepräsident Vorschläge für das Mittelfeld und den Angriff. «Davon hab ich keine Ahnung, das muss ein Fachmann machen», meinte Bauckhage, der beim 10 500 Mitglieder zählenden Traditionsclub für Frieden sorgen will. Unter anderem ist er mit Hans-Peter Briegel im Gespräch, um ihn wieder zur Mitarbeit zu bewegen.
Auf dem Trainingsplatz soll der erfolglose Kjetil Rekdal weiter das Kommando haben. «Er macht auf mich einen guten Eindruck. Die Gehirnwindungen liegen richtig», sagte Bauckhage. Das Kuriosum beim FCK: Mit 13 Gegentoren stellen die «Roten Teufel» die beste Abwehr der Liga, der Angriff ist mit zehn Torerfolgen der zweitschlechteste nach dem SC Paderborn (8). Aber die Lauterer ziehen Kraft aus dem 0:0. «Ein Punkt ist besser als keiner», meinte Axel Bellinghausen. «Wir müssen den Punkt gegen Mainz mit einem Sieg in St. Pauli vergolden», forderte Jaworski im Wissen, dass es nur drei Punkte bis zum rettenden Ufer sind. «Wir geben nicht auf», sagte Sven Müller trotzig.
«Ich denke, wir haben den reiferen, klareren Eindruck hinterlassen und ordentlich Fußball gespielt», war 05-Trainer Jürgen Klopp nicht einmal unzufrieden. «Aber auf drei, vier Positionen haben wir nicht das beste Spiel gemacht», befand der 40-Jährige, für den die Partie ein «echtes Derby» gewesen war. Auf die mangelnde Durchschlagskraft wollen die Mainzer in der Winterpause reagieren. «Wenn wir was tun, dann im Angriff», meinte Manager Christian Heidel.
dpa
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