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FC Bayern: Harte Arbeit in Felsenarena

Porto/Braga - In einem der außergewöhnlichsten Stadien der Welt hat der deutsche Fußball-Rekordmeister Bayern München ein für ihn ganz gewöhnliches Ziel: Gewinnen und Weiterkommen.

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«Wir freuen uns, ein neues Stadion kennenzulernen. Aber unser Ziel ist es, drei Punkte zu holen, und wir versuchen, unser Spiel aufzuziehen», sagte Trainer Ottmar Hitzfeld vor dem Abflug aus dem winterlichen München. Im rund 15 Grad wärmeren Portugal soll beim SC Braga mit einem Sieg der Einzug in die Runde der letzten 32 im UEFA-Cup perfekt gemacht. «Ich wünsche mir, dass wir versuchen, frech aufzuspielen», sagte Hitzfeld im sonnigen Porto und forderte wie Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge die Verteidigung der Tabellenführung in der Gruppe.

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Das Stadion in Braga hat nur zwei Tribünen.

«Ziel ist es, Tabellenführer zu bleiben. Der Gruppensieg ist wichtig, weil wir dann in der nächsten Runde zuerst auswärts spielen und den Mannschaften aus der Champions League aus dem Weg gehen», sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge.

Mit einer Portion Neugierde nahm die Reise-Gruppe des FC Bayern, darunter auch der aus der Chefetage gerüffelte Meckerer Willy Sagnol, im Flug LH 5018 den Trip nach Nordportugal in Angriff. Denn die für die EM 2004 erbaute Arena ist schon eine Besonderheit im Welt- Fußball. Das Estádio Municipal (30 000 Plätze) ist spektakulär in einen alten Granitsteinbruch am Hang eines Berges hineingebaut und hat nur zwei Tribünen an den beiden Seitenlinien; an der Torauslinie ragen Felsen auf. «Ich freue mich drauf. Ich kenne Madrid, Mailand und fast alle Stadien in London, aber Braga kenne ich nicht», sagte Bayern-Berater Paul Breitner, der sich angesichts von bis zu 16 Grad aber auch auf eine «super Unterbrechung in der vorweihnachtlichen Hektik» freute.

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Rechtzeitig zum dritten Spiel der Gruppenphase meldeten sich die Innenverteidiger Martin Demichelis (Wadenverletzung) und Daniel van Buyten (Erkrankung) fit. Womöglich bekommt Demichelis dennoch eine Pause, denn der in der Liga gesperrte Lucio («Ich freue mich, zu spielen.») ist gegen den Tabellenvierten der Bayern-Gruppe spielberechtigt und van Buyten benötigt Matchpraxis. Nationalspieler Lukas Podolski blieb dagegen neben Bastian Schweinsteiger (Knie) und Marcell Jansen (Sprunggelenk) mit einer Zehenverletzung zu Hause, doch im Angriff waren Luca Toni sowie Miroslav Klose ohnehin gesetzt und sollen die Tormaschine auch in Europa anwerfen. «Ob 1:0 oder 4:0 ist nicht wichtig - wichtig sind die Punkte», wiegelte Torjäger Klose jedoch ab.

Zwar war das sehenswerte Stadion vor der Reise ins gut 60 Kilometer von Braga entfernte Porto, wo die Bayern Quartier aufschlugen, ein Thema, aber zu einer Sightseeing-Tour soll der Ausflug nicht werden. «Ich habe nur einen Blick für das auf dem Platz. Ich bin ja kein Kunst- oder Architekturfan», stellte Rummenigge nüchtern vor dem Match hoch über der Stadt Braga fest und will mit den eigenen Zielen auch gleich etwas für die UEFA- Fünfjahres-Wertung tun. «Die Bundesligaclubs müssen Vollgas geben, die anderen rücken näher.»

SC Braga: Paulo Santos - João Pereira, Rodríguez, Paulo Jorge, César Peixoto - Madrid, Brum - João Pinto, Jorginho, Wender - Linz

Bayern München: Kahn - Lell, Lucio, van Buyten, Lahm - Altintop, van Bommel, Zé Roberto, Ribéry - Klose, Toni

Schiedsrichter: Jonas Eriksson (Schweden)

dpa

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