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Gladbach auf dem Weg zum Herbsttitel

München - Vor der Saison gehörten die beiden Traditionsclubs zum Kreis der Aufstiegsfavoriten - inzwischen liegen Welten zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Kaiserslautern.

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Mit einem Sieg bei Aufsteiger SV Wehen Wiesbaden können die Borussen einen großen Schritt in Richtung Herbstmeisterschaft machen, während die kriselnden Pfälzer vor dem 15. Spieltag der 2. Fußball- Bundesliga am Abgrund stehen. Mit dem Gastspiel beim FC St. Pauli beginnt für die auswärts noch sieglosen «Roten Teufel» eine Serie von richtungsweisenden Endspielen, in denen noch vor der Winterpause die sportliche Zukunft des FCK auf dem Spiel steht.

Spitze

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Die Mönchengladbacher Ndjeng (r) und Paauwe stellen die Konkurrenz vor Probleme.

«Wir kennen die Lage. Mit einem Sieg stehen wir auf einem Nicht- Abstiegsplatz», sagte Lauterns Trainer Kjetil Rekdal vor der Abreise nach Hamburg, «dann haben wir unser kurzfristiges Ziel erreicht, aber wir wollen da unten raus, deshalb sind weitere Siege nötig.» Der Norweger erwartet ein «heißes Spiel», doch seine Mannschaft müsse vor der Atmosphäre am Millerntor keine Angst haben, «vielleicht kann es sogar für uns von Vorteil sein, wenn die St.- Pauli-Fans ungeduldig werden.»

Verzichten muss der FCK auf den verletzten Patrice Bernier. Abwehrspieler Moussa Ouattara ist gar nicht dabei, weil Rekdal ihn «wegen schlechter Trainingsleistungen» aus dem Kader gestrichen hat: «Er hat es nicht verdient, dabei zu sein, und muss sich erst wieder über gute Leistungen im Training empfehlen.» Für St. Pauli, das seit vier Partien ungeschlagen ist, geht es bei nur vier Punkten Abstand zur Abstiegszone darum, sich weiter Luft nach unten zu verschaffen.

Am Gladbacher Bökelberg kann man sich drei Runden vor Ende der Hinserie schon auf den Halbzeittitel einrichten, doch Stürmer Sascha Rösler warnt: «Wir müssen die Kirche im Dorf lassen, denn wir können nicht jeden Gegner wegputzen und durchmarschieren.» In Wiesbaden ist der Spitzenreiter jedoch klarer Favorit. Gladbach hat seit elf Spielen nicht verloren, dagegen ist Wehen seit sechs Partien sieglos. Das Ostderby zwischen «Schlusslicht» FC Carl Zeiss Jena und dem FC Erzgebirge komplettiert am Freitag den Auftakt der 15. Runde.

Auch wenn Gladbach davonzuziehen droht, bleibt das Rennen um die Aufstiegsplätze spannend. Der 1. FC Köln hat sich erfolgreich zurückgemeldet und könnte mit einem Sieg über den FC Augsburg sogar auf den dritten Platz klettern. Dafür müssten der FSV Mainz 05, die SpVgg Greuther Fürth und der TSV 1860 München Punkte lassen. Die «Löwen» haben vor dem Heimspiel gegen den SC Paderborn einen wichtigen Schritt auf dem Weg in die Zukunft gemacht und die Bender-Zwillinge Lars und Sven sowie Mate Ghwinianidse (bis 2011) und Timo Gebhardt (2010) langfristig an sich gebunden.

Zum Abschluss des Spieltags spielt Mainz in Aachen, wo nach der Entlassung von Guido Buchwald Sportdirektor Jörg Schmadtke als Interimscoach die Alemannia in die Erfolgsspur zurückbringen soll. Für Laurentiu Reghecampf ist die Person des Trainers aber nebensächlich. «Wir stehen als Mannschaft in der Pflicht, uns optimal vorzubereiten und am Montag ein anderes Gesicht zu zeigen als in den letzten Wochen», sagte Aachens Kapitän.

dpa

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