Freitag, 30. November 2007 / 20:11 Uhr
München - Borussia Mönchengladbach ist auf dem Weg zur Herbstmeisterschaft ins Straucheln geraten. Im Tabellenkeller feierte der 1. FC Kaiserslautern beim FC St. Pauli den ersten Auswärtssieg seit zehn Monaten.
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Zum Auftakt des 15. Spieltags der 2. Fußball-Bundesliga büßte der Spitzenreiter mit dem 1:1 (0:1) beim SV Wehen Wiesbaden nach elf Partien ohne Niederlage überraschend zwei Punkte ein und verpasste damit die Chance, seine Tabellenführung auszubauen. Der 1. FC Kaiserslautern feierte mit dem 4:3 (3:2) beim FC St. Pauli einen Auswärtssieg und steht erstmals seit der vierten Runde wieder auf einem Nicht-Abstiegsplatz. Der FC Carl-Zeiss Jena landete nach sieben sieglosen Spielen den ersehnten «Dreier» und gab nach dem 2:1 (0:1) im Ostderby gegen den FC Erzgebirge Aue die Rote Laterne des Tabellenletzten vorerst an den SC Paderborn ab.
Boll (l) und Morena (r) von St. Pauli kämpfen mit Simpson und einen zweiten FCK-Spieler um den Ball.
Spielerisch ließ Gladbach vor 12066 Zuschauern in der ausverkauften BRITA-Arena kaum Wünsche offen, doch im Angriff fehlte den «Fohlen» der Vollstrecker. Dajan Simac hatte in der 30. Minute den seit sieben Spielen sieglosen Aufsteiger in Führung gebracht, zwei Minuten vor Spielende rettete Roberto Colautti die Borussen vor der zweiten Saisonpleite. In der Schlussminute sah Gladbachs Marcel Ndjeng wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot.
Kaiserslautern kommt im Abstiegskampf wieder voran und landete den ersten Auswärtssieg seit dem 1:0 in Paderborn am 4. Februar dieses Jahres. In einer verrückten Partie sorgte Axel Bellinghausen (64.) mit dem Siegtreffer für Erleichterung auf dem Platz und ihrem sportlichen Berater Klaus Toppmöller auf der Tribüne. «Wir haben das Glück erzwungen und sind toll zurückgekommen», sagte der frühere Torjäger nach der Partie. «Wir sind auf einem guten Weg. Die Mannschaft ist wieder mehr gefestigt», stellte FCK-Trainer Kjetil Rekdal zufrieden fest.
Am Millerntor bot der FCK nach einem 0:2-Rückstand eine kämpferisch starke Leistung. Charles Takyi (13./Handelfmeter) und Filip Trojan (21.) hatten St. Pauli Führung gebracht. Doch die «roten Teufel» kehrten zurück und gingen zur Pause durch George Simpson (26.), Erik Jendrisek (30.) und Amateur Bartosz Broniszewski (45.), der sein Profidebüt feierte, in Front. Drei Minuten nach dem Wechsel gelang Thomas Meggle das 3:3.
Mit dem ersten «Dreier» nach zuvor sieben sieglosen Spielen hat sich in Jena die Lage entspannt, und auch der zuletzt in die Kritik geratene Trainer Valdas Ivanauskas kann wieder in Ruhe arbeiten. Jan Simak (89.) stellte per Foulelfmeter Jenas zweiten Saisonsieg sicher. Nach Aues Führung durch Jörg Emmerich (8./Foulelfmeter) hatte Nils Petersen (74.) nur zwei Minuten nach seiner Einwechslung den Ausgleich der Thüringer erzielt.
dpa
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