Sonntag, 2. Dezember 2007 / 16:07 Uhr
Leipzig - Das Wechselspiel an der Tabellenspitze der Fußball-Regionalliga Nord geht weiter: Eine Woche vor der Winterpause hat Rot-Weiß Erfurt mit dem 2:1-Erfolg bei Rot-Weiß Ahlen wieder die Führung übernommen.
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Der Kampf um die zwei Aufstiegsplätze scheint erneut zur Millimeterentscheidung zu werden. Die ersten zehn Mannschaften trennen nur fünf Zähler. «Wir müssen nicht auf die Tabelle schauen. Die Saison ist noch lang», erklärte deshalb Erfurts Albert Bunjaku, der in Ahlen den Siegtreffer erzielte.
Rot-Weiß Oberhausen katapultierte sich auf Aufstiegsplatz zwei. Julian Lüttmann erzielte in der Partie gegen Rot- Weiß Essen das Tor des Tages. Das Team der Stunde aber ist die SG Dynamo Dresden, deren Maik Wagefeld nach dem 4:1 gegen den Hamburger SV II und vier Siegen in Serie treffend beschrieb: «Vor vier Wochen wurde noch auf uns eingedroschen. Und jetzt heißt es, wir steigen in die 2. Liga auf. Dabei geht es erst einmal nur darum, die Qualifikation für die dritte Liga zu schaffen», meinte Wagefeld.
Bei diesem Vorhaben mussten die bisherigen Spitzenteams Fortuna Düsseldorf und Kickers Emden überraschende Heimniederlagen hinnehmen. Während die Ostfriesen durch ein Eigentor von Jasmin Spahic gegen Eintracht Braunschweig verloren, patzten die Rheinländer trotz 47 Minuten in Überzahl und erstklassiger Möglichkeiten gegen den 1. FC Union Berlin ebenfalls mit 0:1. «Wenn man schon so viele Chancen vergibt, muss man wenigstens in der Abwehr sicher stehen. Doch wir haben desolate Fehler gemacht. Das war grob fahrlässig», schimpfte Düsseldorfs Interimstrainer Wolf Werner.
Von den Ausrutschern profititierte neben den Erfurtern auch der Wuppertaler SV, der durch das 2:0 beim VfB Lübeck nach Punkten mit Spitzenreiter Erfurt gleichzog. Das breite und zwei Zähler hinter dem Führungsduo liegende Verfolgerfeld wird von Dresden angeführt. Bei den Sachsen feierte der erst 17-jährige Maik Kegel sein Regionalliga-Debüt und erzielte vier Minuten nach seiner Einwechslung das zwischenzeitliche 3:1. «Der könnte mein Freund werden», lobte der kauzige Dynamo-Coach Eduard Geyer das Dresdner Nachwuchstalent.
Dagegen hat der 1. FC Magdeburg den Anschluss an die Spitzengruppe endgültig verloren. Die Mannschaft von Trainer Dirk Heyne, die im Vorjahr knapp am Zweitliga-Aufstieg vorbeigeschrammt war, kam gegen die Reserve von Werder Bremen nicht über 1:1 hinaus. «Wir brauchen mehr Führungsspieler auf dem Platz», forderte Heyne. Im Duell der Aufsteiger und Kellerkinder setzte sich der FC Energie Cottbus II mit 1:0 beim SC Verl durch.
dpa
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