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Skibbe schwärmt dank «Schultersieg» gegen Prag

Leverkusen - Die Fußball-Werkself trotzte allen Widrigkeiten und brachte den Trainer ins Schwärmen. Der 1:0 (0:0)-«Schultersieg» über Sparta Prag und der vorzeitige Einzug in die K.o.-Runde des UEFA-Pokals war für Michael Skibbe der schlüssige Beweis.

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Die Mannschaft von Bayer 04 Leverkusen wächst zu einer schlagkräftigen Einheit zusammen. «Unglaublich. Ein toller Abend» - der 42-Jährige war trotz einer überwiegend unattraktiven Leistung überaus angetan von den Darbietungen seines Teams. Aber Skibbe will mehr: «Wir können uns in Europa mit jedem messen. Wir freuen uns drauf.»

Entscheidung

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Die Leverkusener feiern das 1:0 von Manuel Friedrich (m). Vorne enttäuschte Prager Spieler.

Doch es war ein hartes Stück Arbeit, das Leverkusen vor den 17 771 Zuschauern in der BayArena abliefern musste. Der verletzungsbedingte Zwangsverzicht auf den zuletzt überragenden Sergej Barbarez wirkte hemmend. Skibbe: «Schade. Er lenkt und denkt unser Spiel. Der Ausfall hat uns geschadet.» Dass Bernd Schneider, der wie Barbarez an einer Wadenverletzung leidet, nur ein Intermezzo von 18 Minuten geben konnte, und dass Carsten Ramelow nach einer Tätlichkeit an Jan Rezek (60. Minute) des Feldes verwiesen wurde, fiel kaum ins Gewicht.

Im Gegenteil: Ramelows Handstreich wirkte befreiend. «Danach hatten wir mehr Platz», analysierte Skibbe, der den Ausraster des Routiniers dennoch rügte: «Es war eine Überreaktion. Das darf ihm nicht passieren.» Ramelows Kollegen gingen mit ihrem Kapitän weniger hart ins Gericht. «Wir sind an dieser Situation gewachsen. Wir sind enger zusammengerückt. Jeder musste einen Schritt mehr laufen. Das haben wir sensationell gemacht», befand Torhüter René Adler, der den «Kampfsieg in Unterzahl» als «wunderschön» einstufte.

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«Auf Teufel komm' raus», so Adler, wollte der Bundesliga-Vierte gegen den tschechischen Rekordmeister gewinnen. Und es glückte, weil Manuel Friedrich elf Minuten nach Ramelows Roter Karte sein erstes Europapokal-Tor für den UEFA-Cup-Gewinner von 1988 erzielte (71.) - auf kuriose und dennoch gewollte Weise. «Das war bewusst mit der Schulter. Mit einem Kopfball hätte ich den Torwart getroffen», schilderte der Nationalspieler die Szene, nach der Bayer im letzten Spiel am 19. Dezember beim ebenfalls für die nächste Runde qualifizierten FC Zürich um den Sieg in der Gruppe E spielt.

Bayer-Sportchef Rudi Völler war nach dem «harten Brocken» geradezu euphorisch: «Jetzt ist Fröhlichkeit angesagt.» Das Team sei für die guten Leistungen der vergangenen Wochen belohnt worden. Und Skibbe war nach den 90 Minuten davon überzeugt, «dass wir auch zu elft noch gewonnen hätten». Die Entwicklung stimmt den Coach hochzufrieden: «Das hat viel Spaß gemacht. Und dieser Sieg hat eindeutig einen hohen Stellenwert.» Unter dem Bayer-Kreuz herrscht Aufbruchstimmung: «Jetzt noch am Sonntag gegen Hansa Rostock gewinnen und damit eine gute Ausgangsposition für das letzte Bundesliga-Spiel dieses Jahres in Bremen schaffen» - dann darf Skibbe 2007 als rundum gelungen ansehen.

dpa

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