Donnerstag, 13. Dezember 2007 / 19:13 Uhr
Düsseldorf - Eine Öffnung der Fußball-Bundesliga für den Kapitalmarkt ist derzeit unwahrscheinlich. Lediglich 7 der 36 deutschen Profi-Vereine würden einen Fremd-Investor als Mehrheitsgesellschafter zulassen.
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Das ist das Ergebnis einer «Handelsblatt»-Umfrage. Mehr als die Hälfte der Vereine ist demnach für die Beibehaltung der sogenannten «50+1»-+Regel. Diese Vorschrift verbietet den Proficlubs, die Stimmenmehrheit an den eigenen Fußball-Kapitalgesellschaften abzugeben.
Das Ergebnis bestätigt die Einschätzung von Reinhard Rauball. Der Liga-Präsident hatte in einem Zeitungs-Interview die Vermutung geäußert, es gebe derzeit keine Mehrheit für eine Veränderung der derzeitigen Regelung. Anfang des kommenden Jahres soll eine Arbeitsgruppe über die Abschaffung der «50+1»-Klausel beraten. Für eine entsprechende Satzungsänderung wäre jedoch eine Zweidrittel-Mehrheit nötig.
Das Bundeskartellamt hat unterdessen Zustimmung zum neuen Modell der Deutschen Fußball Liga (DFL) zur Fernseh-Vermarktung der Bundesliga signalisiert . «Wir haben berechtigte Hoffnung auf mehr Wettbewerb im Bezahlfernsehen», sagte Kartellamtspräsident Bernhard Heitzer der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung». Der Plan der DFL, gemeinsam mit dem Medienunternehmer Leo Kirch Bezahlsendern fertig produzierte Beiträge anzubieten, sei wettbewerbspolitisch positiv.
«Das senkt die Markteintrittsbarrieren für neue Interessenten neben Premiere, die es nun sicher geben wird», erwartet Heitzer. Allerdings sei die kartellrechtliche Prüfung noch nicht abgeschlossen. Zur Zeit ist Premiere Monopolist im Bundesliga- Bezahlfernsehen und wehrt sich dagegen, im Falle eines Zuschlags für die Liveübertragungen ab 2009 vorproduzierte Beiträge übernehmen zu müssen.
dpa
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