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Jena wechselt sportliche Führung aus

Jena - Fußball-Zweitligist FC Carl Zeiss Jena hat zwei Tage vor Heiligabend auf seine Talfahrt reagiert und die sportliche Führung komplett ausgewechselt.

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Der Tabellenvorletzte beurlaubte Trainer Valdas Ivanauskas, beförderte den bisherigen Junioren-Coach Henning Bürger zu dessen Nachfolger und degradierte Sportdirektor Lutz Lindemann zum Spielerbeobachter. «Wir haben noch einmal ein Zeichen setzen wollen und müssen. Wir haben bislang zwar nur 13 Punkte geholt. Doch damit sind wir noch lange nicht abgestiegen», begründete Präsident Rainer Zipfel den zweiten Trainerwechsel in dieser Saison. Ivanauskas hatte am 21. September Heiko Weber abgelöst.

Jena-Trainer

Foto: dpa Bild vergrößern

Jenas Trainer Valdas Ivanauskas steht nach einem Zeitungsbericht vor seiner Ablösung.

Für Bürger, der einen Vertrag bis Juni 2009 erhält, ist es die erste Station als Cheftrainer. «Das wird keine leichte Aufgabe. Doch ich traue mir das zu und habe klare Vorstellungen», erklärte der 38 Jahre alte frühere Bundesliga-Profi, der am Anfang seiner Karriere sieben Jahre für den FC Carl Zeiss spielte und 53 DDR-Oberligaspiele bestritt. Auf Wunsch Bürgers bleibt Olaf Holetschek als Assistent im Amt. Den Trainerstab soll der frühere Co-Trainer Marco Kämpfe komplettieren.

Bürger tritt sein neues Amt offiziell zum Trainingsauftakt am 3. Januar an. Für die Rückrunde, in der die Thüringer fünf Punkte zum rettenden 14. Rang aufholen müssen, kündigte er einige Veränderungen an. «Die Mannschaft wird nicht nur nominell anders aussehen, sondern auch anders auftreten», versprach er. Drei oder vier neue Spieler wird der Verein in der Winterpause verpflichten. Vorrang habe dabei die Torwartposition, meinte Bürger. «Ich möchte aber auch Türöffner sein für die vielen jungen Spieler im Verein, die den Sprung ins Männerteam schaffen können», sagte er. Als erste Amtshandlung berief er A-Jugendspieler Patrick Amrhein und Marco Riemer aus der zweiten Mannschaft ins Aufgebot des Zweitligisten.

Die Position des Sportdirektors soll bis zum Rückrundenstart am 4. Februar gegen Alemannia Aachen ebenfalls neu besetzt werden. «Im Prinzip haben wir uns schon entschieden», meinte Zipfel, der den Namen jedoch ebenso nicht verraten wollte wie den Nachfolger des vor einigen Wochen zurückgetreten Geschäftsführers Lars Schauer. Seinen eigenen Rücktritt schloss Zipfel indes kategorisch aus: «Wir stehen für Kontinuität. Dass wir Tabellenvorletzter sind, hat nichts mit dem Präsidenten zu tun.»

dpa

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