Donnerstag, 5. Juni 2008 / 21:42 Uhr
Mit dem erstmaligen Eintrag in die EM-Geschichtsbücher will sich die polnische Fußball-Nationalmannschaft nicht begnügen. Die von Trainer-Routinier Leo Beenhakker in der Qualifikation glänzend eingestellten Osteuropäer rechnen sich bei ihrem EM-Debüt gute Chancen aufs Weiterkommen aus. Gleich zum Auftakt bekommt es der EURO-Gastgeber von 2012 (neben der Ukraine) am 8. Juni in Klagenfurt mit der deutschen Auswahl von Bundestrainer Joachim Löw zu tun. Dabei haben die Polen nach ihrer unglücklichen 0:1-Niederlage bei der WM in Dortmund noch eine Rechnung mit dem DFB-Team offen.
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Von Angst vor dem großen Nachbarn aber keine Spur. «Polen geht als Außenseiter in die Partie, aber im Fußball hat schon oft der Außenseiter den großen Favoriten geschlagen», sagte Artur Wichniarek. Der Angreifer von Arminia Bielefeld ist einer von vier Bundesliga-Profis, die Beenhakker in sein vorläufiges Turnier-Aufgebot berief. Neben Wichniarek nominierte der Niederländer die Mittelfeldspieler Jakub Blaszczykowski (Dortmund) und Jacek Krzynowek (Wolfsburg) sowie Hertha-Stürmer Lukasz Piszczek in seinen zunächst 31-köpfigen Kader. Allerdings verletzte sich der Dortmunder Blaszczykowski noch vor dem Auftaktspiel gegen Deutschland und musste die Heimreise antreten.
In der EM-Qualifikation, in der das polnische Team Belgien und Serbien das Nachsehen gab, erwies sich der frühere Dortmunder Ebi Smolarek mit neun Treffern als Erfolgsgarant. Insgesamt besticht das Beenhakker-Team aber nicht durch überragende Einzelkönner, sondern vielmehr durch die Ausgeglichenheit des Kollektivs. Interessant dürfte der Dreikampf im Tor werden, bei dem Artur Boruc von Celtic Glasgow im Duell mit Jerzy Dudek (Real Madrid) und Lukasz Fabianski (FC Arsenal) die besten Chancen eingeräumt werden.
(Stand: Juni 2008)
dpa
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