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Möchengladbachs Unternehmen Wiederaufstieg

Düsseldorf - Borussia Mönchengladbachs Duo aus Trainer Jos Luhukay und Sportdirektor Christian Ziege hat dem Traditionsclub nach dem bitteren Abstieg im vorigen Sommer wieder Leben eingehaucht und eine Perspektive zur Rückkehr ins Oberhaus geboten.

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«Wir sind heute besser aufgestellt als zuletzt in der Bundesliga. Wenn wir hart arbeiten, werden wir mit dieser Qualität im Team unser Ziel erreichen», sagte Trainer Luhukay im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. Dennoch betonte der Niederländer, dass der Aufstieg trotz der guten Voraussetzungen kein Selbstläufer sei. «Man weiß nie, was passieren kann.»

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Jos Luhukay (r) und Christian Ziege stehen für Mönchengladbachs gute Perspektiven.

Den Weg zurück in Liga 1 hat das «Team Sport», zu dem noch Jugend- Direktor Max Eberl und Teambetreuer Steffen Korell zählen, akribisch geplant. Bei der Zusammensetzung des neu formierten Teams wurde vor allem auf Teamgeist und Verstärkung der Offensive Wert gelegt. «Wir haben da ganz klare Vorstellungen», erklärte Ziege. «Wenn wir uns verstärken wollen, schauen wir zuerst in unsere Nachwuchsabteilung. Das Tor für die jungen Spieler bei Borussia war noch nie so weit offen.» So sei bei der Zusammenstellung des Kaders auch Ziel gewesen, einen «größeren Anteil deutscher Spieler» dabei zu haben.

«Das ist wichtig, um zu verdeutlichen, wie man in Deutschland Fußball spielt, wie die Kultur und Mentalität ist. Die Verpflichtung eines ausländischen Spielers ist immer ein Überraschungspaket», sagte der Sportdirektor, der vor knapp einem Jahr überraschend den Posten übernahm und damit nur kurz nach Luhukays Amtsantritt völlig neues Terrain betrat. «Es ist eine Menge auf mich eingeprasselt. Am Anfang saß ich im Büro und wusste gar nicht, was ich machen sollte.»

Der Neueinsteiger Ziege und der Niederländer Luhukay haben sich schnell gefunden. «Wir arbeiten gut im Team und haben eine ähnliche Philosophie. Wichtig war für uns, hier Kontinuität zu schaffen nach der hohen Spieler-Fluktuation in den letzten Jahren», sagte Luhukay. «Nun haben wir eine mannschaftliche Geschlossenheit, in der jeder Spieler seine Fähigkeiten herausstellen kann. Deshalb sind wir nicht von einem Spieler abhängig.»

Dennoch plagen den Coach vor dem Rückrundenstart Personalsorgen. Vier Profis, darunter drei Verteidiger, stehen in den ersten Spielen nicht zur Verfügung. Darum hat sich der Club kurzfristig noch mit Innenverteidiger Thomas Kleine von Hannover 96 verstärkt. «Sonst hätten wir riesige Probleme bekommen können. Kleine kennt die 2. Liga und war dort einer der besten Spieler. Er wird mit Filip Daems gegen Kaiserslautern die Innenverteidigung bilden», verriet Luhukay, dessen Team seit 14 Meisterschaftsspielen unbesiegt ist.

Die hohe Erwartungshaltung im Umfeld empfindet der Coach als Herausforderung, nicht als Druck. «Ich lasse mich vom Erfolg oder Misserfolg nicht beirren. Wichtig ist, seinen Weg zu gehen, klare Verhältnisse zu schaffen und kommunikativ zu sein», betonte er. Und ergänzte: «Für uns alle ist Borussia ein großer Club. Wir sind zwar in der 2. Liga, aber alles drumherum atmet Erstliga-Luft.» Dass es am Ende nicht zur Rückkehr in die Bundesliga reicht, glaubt niemand. «Wir sind zuversichtlich, dass es dazu nicht kommt», betonte Ziege.

dpa

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