Sonntag, 10. Februar 2008 / 12:43 Uhr
Hamburg - Der 19. Spieltag der Fußball-Bundesliga hat auch abseits des Spielfeldes wieder für Schlagzeilen gesorgt. Die Deutsche Presse-Agentur dpa hat einige notiert.
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Rolf Geissler, Busfahrer des VfB Stuttgart, bekam zu seinem 60. Geburtstag am Samstag die deftige 1:3-Niederlage des deutschen Meisters gegen Hertha BSC serviert. Der «Bussi», wie er von allen nur genannt wird, hat 30 Jahre unfallfreies Fahren für den schwäbischen Bundesligisten hinter sich und mittlerweile 22 Trainer erlebt. Und: Technik-Freak Geissler hat einst auch Jürgen Klinsmann geholfen, in dessen VW-Käfer einen neuen Auspuff einzubauen.
Sven Ulreich, der mit 19 sein Bundesliga-Debüt für den VfB Stuttgart gegeben und vorerst Raphael Schäfer verdrängt hat, soll so talentiert sein wie Timo Hildebrand. Der Nationaltorwart stand einst mit 20 erstmals in der Bundesliga zwischen den Pfosten. «Ich habe mir eingeredet, dass das ein ganz normales Fußballspiel ist. Es gucken halt ein paar Leute mehr zu», sagte Ulreich nach dem 1:3 gegen Hertha BSC. Rivale Schäfer habe ihm sogar ein paar Tipps gegeben.
Bochums Stürmer Stanislav Sestak ist der Star im Ruhrgebiet. Bei der Wahl zum Revier-Fußballer des Jahres 2007 gewann der am Samstag im rewirpower-Stadion geehrte VfL-Torjäger vor Marcelo Bordon (Schalke 04) und Mladen Petric (Borussia Dortmund). Bei der vom Fachblatt «Reviersport» durchgeführten Umfrage wurden 56 Trainer von der Verbandsliga bis zur Bundesliga befragt. Sestak tritt die Nachfolge des griechischen Vorjahressiegers Theofanis Gekas an. Bei den Frauen siegte Linda Bresonik (SG Essen Schönebeck) vor Simone Laudehr (FCR Duisburg) und Kerstin Stegemann (SG Wattenscheid 09).
Bayer 04 Leverkusens Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser nimmt die Referees in Schutz und plädiert für die Nutzung von Video-Beweis und anderen technischen Hilfsmitteln im Profi- Fußball. «Der Schiedsrichter ist zum unzeitgemäßen Watschenmann des Fußballs geworden», schrieb er im BayArena-Magazin. «Aber statt uns mit den Möglichkeiten, die eine hochmoderne Gesellschaft liefert, ernsthaft zu befassen, setzen wir auf Nostalgie und schicken Schiedsrichter in 'Holzpantoffeln und Baumwollhemd' auf den Platz. Es wird Zeit, dass sich etwas ändert.»
«Achtung Aufnahme» heißt es in den nächsten Tagen für Martin Kind, Robert Enke und Valérien Ismaël. Der Clubchef und die beiden Profis von Hannover 96 leihen bei einer Hörspiel-Produktion ihre Stimmen den Figuren aus dem Kinderbuch «Gustav vor, noch ein Tor». Auch der frühere 96-Trainer Werner Biskup und Zoodirektor Klaus-Michael Machens sind im Tonstudio des MusikZentrums im Einsatz. In dem Stück spielen Tiere aus dem Zoo Fußball gegen Hannover 96.
Duisburgs Trainer Rudi Bommer konnte die 1:2-Niederlage beim VfL Wolfsburg auf der Pressekonferenz nicht erklären. Schwer erkältet reiste der 50-Jährige unmittelbar nach dem Abpfiff ab und schickte stattdessen Sportdirektor Bruno Hübner vor die Medien.
Makoto Hasebe feierte ein ordentliches Heimdebüt für den VfL Wolfsburg. «Er ist sehr spielstark und hat eine gute Übersicht. Hasebe tut unserem Spiel gut», lobte Trainer Felix Magath den ersten Japaner unter den «Wölfen». Der 24 Jahre alte Mittelfeldspieler war im Januar von den Urawa Red Diamonds zum VfL gewechselt.
Andreas Wolf vom 1. FC Nürnberg soll sich das Trikot der russischen Nationalmannschaft überziehen. «Wir haben einige Profis im Auge, die den russischen Pass bekommen könnten. Darunter ist auch Wolf», sagte Guus Hiddink, der niederländische Trainer der «Sbornaja», der Zeitung «Sowjetskij Sport». Der 25 Jahre alte Profi Wolf wurde in Tadschikistan geboren und kam 1990 als Spätaussiedler nach Deutschland. Der Abwehrspieler hatte in der Vergangenheit geäußert, für Deutschland spielen zu wollen, schließt mittlerweile aber auch einen Einsatz für Russland nicht mehr aus.
dpa
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