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Maldini: Dank an die Mama nach seinem 1000. Spiel

Mailand - Das 1000. Spiel von Milans Legende Paolo Maldini verdrängte sogar das gefühlte Meisterstück des Stadtrivalen Inter aus den Schlagzeilen.

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Der 39 Jahre alte Fußball-Rekordnationalspieler Italiens wurde beim 0:0 des AC Mailand beim FC Parma in der 70. Minute eingewechselt und sogar von den gegnerischen Fans für seinen Jubiläumseinsatz gefeiert.

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Paolo Maldini hat gegen Livorno sein 1000. Spiel bestritten.

Zu diesem Zeitpunkt hatte der weiterhin ungeschlagene Tabellenführer und Titelverteidiger Inter (59 Punkte) durch das 2:0 gegen Livorno seinen Vorsprung auf den Zweiten AS Rom (48) nach 23 Spieltagen sogar auf elf Punkte ausgebaut. Die Römer verloren das Spitzenspiel bei Rekordmeister Juventus Turin (47) mit 0:1. Juve-Star Alessandro del Piero gelang per Freistoß das Tor des Tages für den Tabellendritten. Hinter dem AC Florenz (41), der am Sonntagnachmittag 2:1 gegen Catania gewann, rangiert Milan (38) auf Rang fünf.

«La Gazzetta dello Sport» nannte Maldini den «1000-Volt-Mann», der sich in seiner typisch bescheidenen Art erstmal artig bei der Mama bedankte. «Ich möchte diesen Erfolg meiner Familie widmen, ganz besonders meiner Mutter, die mich immer unterstützt hat», sagte der Oldie, der seine bemerkenswerte Karriere nach dieser Saison, der 23. seiner Laufbahn, beenden wird. 861 Einsätze für den AC Mailand, 126 Länderspiele und 13 Begegnungen mit Italiens Olympia-Auswahl hat er bis jetzt absolviert. Dabei wurde er siebenmal Meister und gewann fünfmal den Titel in Europas Landesmeister-Wettbewerb.

Als 16-Jähriger hatte der «ewige» Maldini am 20. Januar 1985 gegen Udinese seine erste Partie als Profi bestritten. «Heute wäre ein Debüt wie meines nicht mehr möglich, denn mit 16 kommt man in einem großen Club mit mehr als 25 Spielern nicht mehr zum Zug», sagte Maldini. Nie war er Fußballer des Jahres in Italien, nie hat er mit der Nationalmannschaft einen Titel gewonnen, und trotzdem verkörpert Maldini das, was der italienische Fußball gern wieder sein möchte - skandalfrei und ein Symbol der Fairness.

Mit Carlo Ancelotti, dem heutigen Milan-Coach, hat er noch in einer Mannschaft gespielt. Maldinis Trikot-Nummer 3 soll vom AC Mailand nie wieder vergeben werden, aber die ganzen Komplimente, Ehrungen schienen ihn nach der Nullnummer in Parma nicht zu interessieren. Maldini dachte bereits an das Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League bei Arsenal London. Schließlich will er mit der neunten Europacup-Endspiel-Teilnahme abtreten. Dann wäre er auch alleiniger Rekordhalter in dieser Kategorie.

Vor dem Spiel bei Arsenal plagen Milan allerdings große Sorgen. Nachdem Stammtorhüter Dida wegen Rückenproblemen ausfiel, verstauchte sich auch noch Ersatztorwart Zeljko Kalac im Training den Zeigefinger der rechten Hand. Wahrscheinlich muss Milan in England nun den dritten Keeper Valerio Fiori aufbieten. Der Italiener hat allerdings seit vier Jahren kein einziges Pflichtspiel bestritten.

dpa

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