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Bundesliga im Aufwind: Vier Teams im Achtelfinale

Hamburg - Bayer und Bayern im Torrausch, coole Nordclubs aus Bremen und Hamburg und Respekt für die glücklosen Nürnberger: Das deutsche UEFA-Pokal-Quintett hat den Ruf der Bundesliga auf Europas Fußball-Bühne mächtig aufpoliert.

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Erstmals seit 18 Jahren stehen wieder vier Mannschaften im Achtelfinale des UEFA-Pokals und in der für die Platzvergabe maßgeblichen Fünfjahreswertung deutet die Tendenz wieder klar nach oben. «Es zeigt, dass die Bundesliga besser geworden ist. Das internationale Geschäft ist der Maßstab für die Bundesliga», sagte Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld und bezog in den «positiven Trend» auch den Hinspiel-Erfolg des FC Schalke 04 in der Champions League gegen den FC Porto in die mit vier Siegen und zwei Unentschieden prächtige Wochenbilanz ein.

Bayer 04 Leverkusen - Galatasaray Istanbul

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Die Leverkusener Spieler feiern den Sieg gegen Galatasaray Istanbul.

Durch das bevorstehende direkte Achtelfinal-Duell zwischen Bayer Leverkusen und dem Hamburger SV ist ein rein deutsches Halbfinale wie 1980 im UEFA-Pokal zwar nicht mehr möglich, aber die Bundesliga muss den Vergleich mit den Spitzenligen nicht mehr scheuen. Im UEFA- Ranking konnten in dieser Saison nur Vereine aus England (12,750 Punkte) und Spanien (11,625) mehr Punkte sammeln als die deutschen Teilnehmer (11,071). Ab der Spielzeit 2010/11 würden die Bundesliga- Vereine nach derzeitigem Stand Frankreich von Platz vier verdrängen und liefen damit nicht mehr Gefahr, durch ein Abrutschen in der Wertung Startplätze in Champions League oder UEFA-Pokal zu verlieren.

Am Tag nach dem Torfestival beim 5:1 gegen den FC Aberdeen ging beim FC Bayern der Blick nach vorn. Im Bundesliga-Duell gegen den Hamburger SV soll ein Schritt Richtung 21. Meistertitel gemacht werden. «Wir tun gut daran, das Spiel zu gewinnen», sagte Manager Uli Hoeneß angesichts der Aussicht, den Tabellendritten auf neun Punkte zu distanzieren. Aufgegangen war gegen Aberdeen Hitzfelds im Herbst von den Bayern-Bossen kritisiertes Konzept der Rotation. «Heute war es vollkommen in Ordnung, dass Ottmar so rotiert hat», sagte Hoeneß. Der Manager konnte auch verschmerzen, dass im Europapokal nicht sein Wunschgegner Bordeaux («Eine schöne Stadt»), sondern der RSC Anderlecht der nächste Kontrahent ist.

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Auch beim Sonntags-Gegner HSV wurde der ungefährdete Achtelfinal-Einzug schnell abgehakt. Über die langweilige Nullnummer gegen den FC Zürich wollten die Spieler den Mantel des Schweigens decken. «Es war zu wenig Bewegung im Spiel, wir haben uns zu wenig Chancen erarbeitet», sagte David Jarolim. «Wichtig ist doch nur: Wir stehen in der nächsten Runde.» Für das Gastspiel in München hoffen die Hanseaten weiter auf eine Rückkehr von Rafael van der Vaart. «Es geht ihm besser. Aber ob es reicht, wissen wir nicht», sagte Trainer Huub Stevens über den verletzten Spielmacher.

Wie bei den Hanseaten war man auch in Leverkusen unglücklich, dass in der nächsten Europapokal-Runde ein Bundesliga-Duell ansteht, doch es überwog die Freude über ein Fußball-Feuerwerk beim 5:1 gegen Galatasaray Istanbul. «Meinetwegen kann so ein Ergebnis auch am Samstag rauskommen», sagte Nationalspieler Manuel Friedrich vor der Partie gegen Schalke 04. Allerdings tritt der Tabellenvierte lediglich 44 Stunden nach dem Abpfiff gegen Istanbul nur «unter Protest» zum brisanten Duell mit dem Liga-Fünften an. «Von Chancengleichheit ist da keine Spur, dass ist Wettbewerbsverzerrung», meinte Leverkusens Trainer Michael Skibbe.

Noch weniger Erholungszeit hat Werder Bremen zwischen dem 1:0- Arbeitssieg in Braga und dem nächsten Ligaspiel bei Eintracht Frankfurt. Ganze 39 Stunden Pause zwischen zwei Spielen hat es in der Vereinsgeschichte noch nicht gegeben. «Wir müssen sehen, dass wir uns schnell erholen», sagte Trainer Thomas Schaaf und ärgerte sich angesichts der kurzen Regenerationszeit ein wenig, «dass wir mehr laufen mussten als nötig».

In Nürnberg hofft man nach dem denkbar unglücklichen Ausscheiden durch die späten Gegentore beim 2:2 gegen Benfica Lissabon auf eine Trotzreaktion im bevorstehenden Abstiegskampf in der Bundesliga. «Wir dürfen jetzt nicht die Köpfe hängen lassen, sondern müssen alle Kräfte für die Liga bündeln», sagte Trainer Thomas von Heesen mit Blick auf das Kellerduell gegen Energie Cottbus am Sonntag.

dpa

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