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Bielefeld reagiert auf Talfahrt - Saftig muss gehen

Bielefeld - Die sportliche Krise beim abstiegsbedrohten Fußball-Bundesligisten Arminia Bielefeld hat zu einer weiteren personellen Konsequenz geführt. Knapp drei Monate nach dem ehemaligen Trainer Ernst Middendorp muss auch Manager Reinhard Saftig gehen.

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Der 56-Jährige wurde am 26. Februar von seinen Aufgaben entbunden. «Das Präsidium hat sich in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat entschlossen, die nächste Spielzeit mit einer neuen Sportlichen Leitung zu planen», teilte der Verein mit. Ein Nachfolger für Saftig, dessen Vertrag erst im November bis 2010 verlängert worden war, steht noch nicht fest.

Gefeuert

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Reinhard Saftig ist nicht mehr bei Arminia Bielefeld tätig.

«Wir sind mit der allgemeinen sportlichen Situation nicht zufrieden. Aber wir und Herr Saftig wollen im Guten auseinandergehen», sagte Vereinspräsident Hans-Hermann Schwick der Deutschen Presse-Agentur dpa. Gründe für den Entschluss wollte der 60-Jährige deshalb nicht nennen und verwies auf die Zukunfts-Pläne. «Da macht es keinen Sinn, in dieser Phase noch mit dem bisherigen Amtsinhaber weiterzumachen.»

Arminia-Spielführer Mathias Hain sagte dem TV-Sender Eurosport, die Profis trügen die Verantwortung für die aktuelle Lage. «Es ist in dem Geschäft leider so, dass es immer einfacher ist, einzelne Personen auszutauschen», meinte Hain. Es sei «ein Problem der Spieler und eigentlich nicht des Trainers oder des Sportdirektors».

Saftig war seit Juni 2005 für die Ostwestfalen als Sport-Geschäftsführer tätig. Er zeigte sich verwundert vom Schritt der Verantwortlichen: «Ich bin schon überrascht, das ging schon sehr schnell. Ich hatte es nicht erwartet», sagte er. «Der Verein bedankt sich bei ihm für seine bisherige Arbeit und wünscht ihm für den weiteren Weg alles Gute» - mit dieser Formulierung wurde der ehemalige Bundesliga-Trainer (Bayern München, Borussia Dortmund, Hannover 96, VfL Bochum, Bayer Leverkusen) abrupt verabschiedet.

Die Fans hatten bei der 0:2-Niederlage gegen den ebenfalls abstiegsbedrohten MSV Duisburg massiv gegen Saftig demonstriert und dessen Demission verlangt. «Ich gebe keine Garantien. Mit dieser Wortwahl muss man immer vorsichtig sein», hatte Saftig noch im Anschluss an die Pleite gegen Duisburg auf die Zukunft des aktuellen Chefcoachs Michael Frontzeck und seine eigene Perspektive bei der Arminia reagiert. Er bezeichnete sich selbst als «Buhmann» und übernahm für die Einstellung Frontzecks zum 1. Januar die Verantwortung: «Ich habe den Trainer verpflichtet, und ich stehe dazu.» Die Mannschaft brauche jetzt «einen Befreiungsschlag, ein Erfolgserlebnis».

Seit dem Amtsantritt Frontzecks, der im Vorjahr mit Aachen aus der Bundesliga abgestiegen war, hat Bielefeld alle fünf Pflichtspiele verloren und steht als Tabellen-15. nur noch einen Punkt vor den Abstiegsplätzen. Schwick hatte schon am Samstag eingeräumt, dass die Probleme enorm seien: «Es ist unruhig», hatte der 60-Jährige die missliche Lage umschrieben.

Während der fast dreijährigen Amtszeit Saftigs bei der Arminia waren vor Frontzeck die Trainer Frank Geideck, Thomas von Heesen, Middendorp und Detlev Dammeier für die Profimannschaft verantwortlich.

dpa

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