Donnerstag, 28. Februar 2008 / 12:00 Uhr
Wolfsburg - Mehr als vier Monate lang war vom Künstler nicht viel zu sehen, nun tauchte er für einen Moment wieder aus der Versenkung auf.
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Marcelinho feierte das Tor, mit dem er den VfL Wolfsburg zum 2:1 (1:1, 1:0) nach Verlängerung gegen den Hamburger SV ins Halbfinale des DFB-Pokals schoss, mit einem brasilianischen Tänzchen so losgelöst wie sonst wohl nur im Karneval in seiner Heimat. «Ich habe lange kein Tor gemacht, es war langsam an der Zeit. Das war eines meiner wichtigsten», gestand der 32 Jahre alte VfL-Kapitän sichtlich bewegt.
Das Erfolgserlebnis gönnte ihm jeder VfL-Anhänger unter den 29 086 Zuschauern in der Volkswagen Arena. Natürlich auch Felix Magath: «Das hat er sich verdient. Er soll den Moment genießen.» Marcelinhos erster Pflichtspieltreffer seit dem 21. Oktober 2007 spülte nicht nur rund eine Million Euro in die Kasse des sportlich runderneuerten Werksclubs. Der schwer erkämpfte Sieg über den Nordrivalen nährte für Chefsanierer Magath gleich im ersten Amtsjahr in der niedersächsischen Fußball-Provinz die Aussicht auf internationale Zahltage in der nächsten Saison.
Dass die Mannschaft dafür noch nicht reif ist, blieb Magath in dem Duell mit seinem einstigen Arbeitgeber nicht verborgen. «Der HSV war die spielerisch bessere Mannschaft, agierte reifer und abgeklärter», lautete das Fazit des 54 Jahre alten Fußball-Lehrers. Dennoch war er zufrieden. Magath hatte in den umkämpften 120 Minuten von seinem Team das gesehen, was er nach rund acht Monaten im Amt fordert: Kampf und Leidenschaft, gepaart mit guten spielerischen Ansätzen: «Mit der Art und Weise, wie sich die Mannschaft präsentiert hat, bin ich völlig einverstanden.»
Magaths Pauschallob schloss ausdrücklich Grafite mit ein. Der wuchtige Angreifer rackerte, ackerte, holte einen Foulelfmeter heraus und verwandelte diesen dann auch gleich zur frühen Führung nach 17 Minuten. «Ich hatte schon das Gefühl, dass er mich getroffen hat», beschrieb der Brasilianer sein Empfinden in der Situation, als er mit HSV-Abwehrchef Joris Mathijsen aneinandergeriet.
Grafites fünfter Pflichtspieltreffer in diesem Jahr brachte die «Wölfe» dem ersehnten Ziel ein Stückchen näher. «Das Finale ist mein größter Traum. Und wenn wir da hinfahren, dann komme ich mit einem Titel zurück», versprach Marcelinho. Ganz soweit ist es aber noch nicht. Erst muss noch das Halbfinale überstanden werden, für das sich Magath nur einen Gegner nicht wünscht: «Die Bayern würde ich mir gern für das Finale aufheben.»
Solche Gedankenspiele hätten auch die Hamburger nur zu gern angestellt, aber das Traumtor von Rafael van der Vaart (70.) reichte nicht. «Uns fehlt zur Zeit auch das Quäntchen Glück. Wir hatten unsere Chancen und hätten das Spiel für uns entscheiden können. So ist der Pokal», befand Torhüter Frank Rost noch moderat.
Seine Vorgesetzten wurden deutlicher und machten Schiedsrichter Helmut Fleischer (Sigmertshausen) als Auslöser für das Ausscheiden aus. «Ganz klare Schwalbe», schimpfte Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer über Grafites Aktion, die zum Strafstoß führte. Trainer Huub Stevens ging sogar zum Frontalangriff über: «Wir mussten nicht nur gegen elf Mann spielen, sondern mehr. Das hat uns den Sieg gekostet.» Dem Niederländer bleiben nun nur noch zwei Chancen, um sich mit einem Titel vom HSV und aus der Bundesliga zu verabschieden.
dpa
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Die Finalniederlage der EM ist langsam verdaut...also kucken wir mal auf die neue Saison
Giovanni Trappatoni: Es gibt nur einen Ball. Wenn der Gegner ihn hat, muss man sich fragen: Warum!? Ja, warum? Und was muss man tun? Ihn sich wiederholen!
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