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Timo Hildebrand stoppt Barça-Stars

Madrid - Auf so ein Spiel hatte Timo Hildebrand seit Saisonbeginn gewartet. Acht Monate nach seinem Wechsel zum FC Valencia lieferte der deutsche Nationaltorwart im Halbfinal-Hinspiel des spanischen Pokals beim FC Barcelona eine Glanzvorstellung und wurde zum «Held des Tages».

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Der Ex-Stuttgarter hielt sein Tor im Camp-Nou-Stadion 90 Minuten sauber. Erst in der Nachspielzeit bezwang Barça-Regisseur Xavi den Keeper und traf zum 1:1-Endstand. David Villa (69.) hatte die einzige Torchance des FC Valencia zum Führungstreffer für die Gäste genutzt.

Galavorstellung

Foto: dpa Bild vergrößern

Valencias Keeper Timo Hildebrand Barcelona stoppt Barceloans Stürmer Samuel Eto'o.

«Geiles Spiel», schrieb Hildebrand begeistert auf seiner Homepage. Und: «Es gibt Spiele, die man nicht so schnell vergisst. Dieses 1:1 im Halbfinal-Hinspiel gegen den Favoriten FC Barcelona gehört für mich dazu.» Zum einen sei es seine Premiere im Camp Nou gewesen, ein «tolles Stadion mit einer richtig geilen Athmosphäre. Und dann eine Heimmannschaft, die enorm starke Spieler hat, die es krachen lassen können. Mich spornt so etwas an.»

«Sollte der FC Valencia den Pokal gewinnen, hätte er dies zu einem großen Teil seinem deutschen Torwart zu verdanken», schrieb das Sportblatt «As». «Hildebrand hielt seinen Club am Leben.»

Die Barça-Stars Samuel Eto'o, Lionel Messi und Thierry Henry zwangen den Deutschen am Mittwochabend zu 14 Glanzparaden. Nach einer Zählung der Sportzeitung «Marca» übertraf Hildebrand damit den spanischen Saisonrekord, den bisher Real Madrids Torwart Iker Casillas mit elf Paraden gehalten hatte. «Hildebrand war der beste Gäste-Torwart, den man seit langer Zeit im Camp-Nou-Stadion gesehen hat», schwärmte die Zeitung «La Vanguardia». «Ob Fernschüsse von Touré Yaya, Bogenlampen von Xavi oder Schüsse aus nächster Nähe von Messi und Eto'o - Hildebrand wehrte alles ab.»

Die Partie könnte für den Deutschen den Durchbruch in Spanien bedeuten. Zu Saisonbeginn war er in Valencia nur Reservist gewesen. Nach der Ausmusterung des Routiniers Santiago Cañizares stieg er zur Nummer 1 auf, aber die spanische Presse blieb skeptisch. «Hildebrand ist ein eigenartiger Torwart», schrieb «El Periódico». «Er fängt keinen Ball, aber er wehrt alles ab, was auf sein Tor kommt.»

Die Valencianer protestierten dagegen, dass Barças Ausgleich ein Handspiel von Eto'o vorausgegangen sei. Für den Tabellen-Neunten der Primera División ist die «Copa del Rey» (Königspokal) die einzige Chance, in dieser Saison noch einen Titel zu holen. Derweil flaute die Aufregung über einen angeblich geplanten Verkauf des FC Valencia ab. Der Ex-Chef des Telekom-Riesen Telefónica, Juan Villalonga, der als möglicher Käufer gehandelt worden war, stellte klar, dass er mit dem Vereinspräsidenten Juan Soler nicht über einen Aktienkauf gesprochen habe.

dpa

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