Donnerstag, 28. Februar 2008 / 13:23 Uhr
Thun - Als Folge der Sex-Affäre beim Schweizer Erstligisten FC Thun hat der Verein vier Spieler der 1. Mannschaft und des U-21- Teams sofort vom Spielbetrieb ausgeschlossen.
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Dieser Schritt erfolge im Interesse des Schweizer Fußballs und wegen des öffentlichen Drucks, hieß es in einer veröffentlichten Mitteilung. Am Montag war bekanntgeworden, dass die juristische Aufarbeitung der Sex-Affäre fast abgeschlossen sei. Ein Spieler werde sich zusammen mit einem anderen Mann vor dem Kreisgericht verantworten müssen.
Dem Spieler wird vorgeworfen, mit einem damals 15 Jahre alten Mädchen sexuelle Handlungen gehabt zu haben. Die Schweiz kennt dafür den Strafbestand der «Schändung» des Mädchens, wenn «in Kenntnis seines urteilsunfähigen Zustands» gehandelt wurde. Acht Personen werden gestützt auf die polizeilichen Ermittlungen an das Strafeinzelgericht Thun überwiesen. Sechs von ihnen sollen Spieler sein, die zur Zeit dem FC Thun angehören oder zum Zeitpunkt der Straftaten angehört haben. Die Vorwürfe reichen von Zungenküssen bis Geschlechtsverkehr. Bis auf einen sind alle geständig.
Zunächst waren im November 14 Personen angezeigt worden. Insgesamt waren sogar 21 Personen zur Sache befragt worden. Den 14 Angezeigten wurden sexuelle Handlungen mit einem zur Tatzeit 15-jährigen Mädchen vorgeworfen. Die Handlungen sollen größtenteils im Einverständnis mit der heute 16-Jährigen geschehen sein, die der Fanszene zugerechnet wird.
dpa
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