Dienstag, 4. März 2008 / 15:39 Uhr
Berlin - 95 Tage vor dem ersten EM-Spiel hat die Schweiz in Berlin eine ganz spezielle Europa-Tournee gestartet.
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Der Co-Gastgeber der Fußball-Europameisterschaft neben Österreich präsentiert bis Donnerstag auf dem Potsdamer Platz der deutschen Hauptstadt und danach unter anderem in Düsseldorf, Frankfurt, Amsterdam, Paris und Mailand ein begehbares Schweizerkreuz, bestehend aus fünf rot-weißen Containern. In den Containern können sich Fans und Besucher über die verschiedenen Aktivitäten rund um die EURO 2008 in dem Alpenland informieren. «Deutschland hat uns mit der WM Vorgaben gemacht, die wir auch zu erreichen versuchen», sagte Bundesrat Samuel Schmid, Minister für Verteidigung und Sport, am Montag zum Start der Roadshow.
Als einer der derzeit bekanntesten Eidgenossen, die in der Bundeshauptstadt arbeiten, versprach Hertha-Trainer Lucien Favre: «Wir machen es so gut wie Deutschland 2006. Das Wichtigste ist, dass die Schweiz beweisen kann, dass sie ein guter Gastgeber ist und ein Vorbild für alle Nationen.» Favre hatte vor seinem Amtsantritt beim Berliner Fußball-Bundesligisten im Sommer vergangenen Jahres den FC Zürich zu zwei Schweizer Meisterschaften geführt, gilt seitdem in seiner Heimat als Top-Coach. Nun würden alle Schweizer darauf setzen, dass Berlin mit Trainer Favre wieder einmal deutscher Meister wird, meinten die EM-Organisatoren zum Auftakt der Marketing-Kampagne. «Wir machen das», erwiderte Favre schmunzelnd.
Hertha-Manager Dieter Hoeneß schrieb seine Wünsche für die EM, die am 7. Juni in Basel mit dem Eröffnungsspiel Schweiz gegen Tschechien starten wird, als einer der ersten Gäste auf eine große Wand in dem überdimensionalen Schweizer Kreuz: «Auf ein neues Sommermärchen.» Die Schweiz sieht sich als EM-Land und auch als Gastgeber für die deutsche Nationalmannschaft, die im Tessin am Lago Maggiore ihr Stammquartier aufschlägt, gerüstet. Derzeit werden rund 50 000 Personen, von Zoll- und Flughafen-Mitarbeitern über Taxifahrer bis hin zu den Sicherheitskräften speziell für die EM geschult.
Nicht nur in den vier Spielorten Basel, Bern, Genf und Zürich, sondern auch in 16 weiteren Schweizer Städten werden Arenen für das bei der WM in Deutschland so erfolgreiche Public Viewing entstehen. Eine davon mit knapp 6000 Plätzen soll es auch in Locarno geben, nur wenige Kilometer vom deutschen Mannschaftshotel in Ascona entfernt. Hier können dann die Fans des DFB-Teams, die Michael Ballack und Co. in die Schweiz begleiten, andere EM-Spiele auf einer großen Videowand sehen. Hertha-Coach Favre sagte den deutschen Anhängern einen langen Aufenthalt in der Schweiz voraus: «Ich denke, Deutschland hat eine große Chance, mindestens ins Halbfinale oder ins Finale zu kommen.»
dpa
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