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Werder: Freie Wahl im Mittelfeld, Sorgen im Sturm

Glasgow - Rechtzeitig vor dem UEFA-Cup-Hinspiel bei den Glasgow Rangers hat sich die Krankenstation beim Fußball-Bundesligisten Werder Bremen zwar deutlich geleert, doch durch den kurzfristigen Ausfall von Boubacar Sanogo bereitet die Besetzung des Sturms Probleme.

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Für Torgefahr kann aber auch der in der Bundesliga gesperrte Spielmacher Diego sorgen, der optimistisch ankündigte: «Wir wollen das Spiel dominieren und ein Tor schießen.»

Unterschied

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Diego ist in Bremen der wichtigste Spieler.

Neben Diego sind für das erste Achtelfinal-Duell mit dem schottischen Rekordmeister auch die zuletzt krank fehlenden Tim Borowski und Frank Baumann einsatzfähig, so dass aus der vermeintlichen A-Besetzung der Werder-Raute nur der Langzeitverletzte Torsten Frings fehlt. Der in dieser Saison häufig zum Improvisieren gezwungene Trainer Thomas Schaaf hat daher eine völlig ungewohnte Auswahl, auch wenn er warnte: «Man muss erst mal abwarten, wie sie alles überstanden haben.» Bei der Aufstellung wird er im Hinterkopf haben, dass sein Team rund 44 Stunden nach dem Match in Glasgow bereits in Stuttgart antreten muss.

Die Auswahl ist auch deshalb groß, weil einige Spieler die vielen Ausfälle in dieser Saison genutzt haben. Daniel Jensen hat sich längst eine Stammplatz-Garantie erkämpft und erspielt, und Aaron Hunt hat sich - wenn er gesund ist - an dem oft schwach spielenden Borowski vorbeigeschoben.

Besonders erfreulich für Werder ist natürlich, dass Diego in dem schweren Auswärtsspiel vor rund 50 000 Zuschauern im Ibrox-Park wieder dabei ist. Der junge Mesut Özil ist als Spielmacher noch nicht soweit. «Ich freue mich jetzt unglaublich auf die Partie in Glasgow», sagte der Werder-Spielmacher, der wegen der Roten Karte im Frankfurt- Spiel in der Bundesliga noch zweimal aussetzen muss.

«Es ist wichtig, unser eigenes Spiel zu machen und uns nicht in den Stil der Rangers verwickeln zu lassen», erklärte der Brasilianer zur vergleichsweise rustikalen Vorgehensweise der Gastgeber. «Es wird wenig Leerlauf geben», beschrieb Schaaf die Rangers-Taktik: «Die werden von den Zuschauern nach vorne getrieben und spielen mit offenem Visier.»

«Zuerst auswärts zu spielen ist gut für uns», erklärte Diego und kündigte das gewohnt druckvolle Auftreten nach vorne an: «Wir treten nicht mit einer defensiven Einstellung in Schottland an.» Das Rückspiel im Weserstadion ist am 13. März. Während die Partie dann live im Fernsehen übertragen wird, müssen die Werder- Anhänger an diesem Donnerstag auf das Internet zurückgreifen. Nur dort wird es Live-Bilder aus Schottland geben.

Sorgen macht Trainer Schaaf der Sturm. Gesetzt ist derzeit der Schwede Markus Rosenberg, der gegen Dortmund die beiden Tore erzielte. Offen ist Rosenbergs Partner, denn Boubacar Sanogo fällt aus. «Er fühlt sich nicht gut und kann nicht trainieren», sagte Schaaf am Mittwochabend. Aber auch Ivan Klasnic, der noch Oberschenkelprobleme hat, und der gerade erst von einer Grippe genesene Hugo Almeida sind nicht richtig fit. «Noch habe ich nicht voll belastet, aber wir haben auch noch ein bisschen Zeit, sagte Klasnic.

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Glasgow Rangers: McGregor - Broadfoot, Weir, Cuellar, Whittaker - Ferguson, Dailly (Burke) - Novo, Adam, McCulloch - Boyd

Werder Bremen: Wiese - Fritz, Mertesacker, Naldo, Pasanen (Boenisch) - Baumann - Jensen, Borowski - Diego - Hunt (Klasnic), Rosenberg

Schiedsrichter: Alain Hamer (Luxemburg)

dpa

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