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Dynamo Dresden ab April zahlungsunfähig

Dresden - Fußball-Regionalligist SG Dynamo Dresden droht in drei Wochen die Zahlungsunfähigkeit. Wie der Verein bestätigte, können ab April Gehälter und Lieferantenverbindlichkeiten nicht mehr gezahlt werden.

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«Die Liquidität ist ab April nicht mehr gesichert», sagte Hauptgeschäftsführer Bernd Maas. Im laufenden Etat fehlen dem Verein 1,2 Millionen Euro. Darüber hatte er bereits am 6. März die Vereinsmitglieder auf einer außerordentlichen Versammlung informiert.

Als Gründe für die Planungsdifferenz nannte Maas unter anderem fehlende Eintrittsgelder durch den Stadionneubau sowie hohe Personal- und Betriebskosten. Weil auf der Stadionbaustelle derzeit nur 9000 statt der eingeplanten 12 000 Zuschauer Platz finden, fehlen 560 000 Euro an Zuschauer-Einnahmen. Zudem seien Gespräche mit einem Großinvestor in dieser Woche ergebnislos abgebrochen worden. «Davon hatten wir uns kurzfristig Mittel erhofft», sagte Maas.

Die Hauptschuld lastet der Verein dem früheren Hauptgeschäftsführer Volkmar Köster an, der im Juli 2007 entlassen wurde. Einen durch ihn vorgelegten Etat hatte der Aufsichtsrat bereits im Februar 2007 abgelehnt. Stattdessen sei der Verein ohne genehmigte Finanzplanung in die laufende Saison gegangen. «Bernd Maas muss das nun ausbaden», sagte Aufsichtsratschef Thomas Mulansky.

Um die drohende Insolvenz noch abzuwenden, ruhen die Hoffnungen auf Sponsoren und der Stadt Dresden, die dem Traditionsverein finanziell unter die Arme greifen soll. Erste Gespräche fanden bereits statt. Derzeit untersucht ein Wirtschaftsprüfer die wirtschaftliche Schieflage. Eine bedingungslose finanzielle Bezuschussung sei jedoch hochproblematisch, teilte die Landeshauptstadt am Freitag mit. «Gerade vor dem Hintergrund des Stadionneubaus wollen wir die SG Dynamo Dresden in solch einer Situation aber nicht alleine lassen», sagte Rathaussprecher Kai Schulz. Allerdings müsse ein städtisches Darlehen vom Stadtrat genehmigt werden und könne nur die letzte Option sein. Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann soll eine Lösung finden.

Am 8. März wollen die Spieler gegen Rot-Weiß Oberhausen ihren Teil zur Entschärfung der Situation beitragen. «Über den sportlichen Weg können wir Bereitschaft für Hilfe von außen wecken», hofft Maas. In den Reihen der Sachsen werden Pavel David (Muskelfaserriss) und Sascha Pfeffer (Knöchelverletzung) ebenso fehlen wie Daniel Ernemann, Tomas Votava und Lars Jungnickel, die in der zweiten Mannschaft zum Einsatz kommen.

dpa

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