Freitag, 7. März 2008 / 15:58 Uhr
Dresden - Fußball-Regionalligist SG Dynamo Dresden droht in drei Wochen die Zahlungsunfähigkeit. Wie der Verein auf einer Pressekonferenz erklärte, können ab April weder Gehälter und noch Verbindlichkeiten gezahlt werden.
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«Die Liquidität ist ab April nicht mehr gesichert», sagte Hauptgeschäftsführer Bernd Maas. Im laufenden Etat fehlen 1,2 Millionen Euro. Viele Gelder seien vorgezogen worden. «Nun sind keine Einnahmepotenziale mehr da», sagte Maas, der am 6. März die Vereinsmitglieder auf einer außerordentlichen Versammlung über das Finanzloch informiert hatte.
Als Gründe für die prekäre Finanzsituation nannte Maas unter anderem fehlende Eintrittsgelder durch den Stadionneubau sowie hohe Personal- und Betriebskosten. Weil auf der Stadionbaustelle derzeit nur 9000 statt der eingeplanten 12 000 Zuschauer Platz finden, liegen die Defizite allein dort bei 560 000 Euro. Zudem seien Gespräche mit einem Großinvestor in dieser Woche ergebnislos abgebrochen worden.
Um die drohende Insolvenz noch abzuwenden, ruhen die Hoffnungen des Vereins nun auf Sponsoren und der Stadt Dresden, die dem angeschlagenen Traditionsclub finanziell unter die Arme greifen soll. Eine bedingungslose finanzielle Bezuschussung sei jedoch hochproblematisch, teilte die Landeshauptstadt mit. «Gerade vor dem Hintergrund des Stadionneubaus wollen wir die SG Dynamo Dresden in solch einer Situation nicht alleine lassen», sagte Rathaussprecher Kai Schulz. Allerdings könne ein städtisches Darlehen nur die allerletzte Option sein.
dpa
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