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Bayern weiter top - HSV nur 0:0 - Leverkusen siegt

Düsseldorf - Titelverteidiger VfB Stuttgart hat Bayern München in der Fußball-Bundesliga den Weg zum 21. Meistertitel geebnet. Der Hamburger SV kann den Münchnern kaum noch folgen, büßte durch das 0:0 beim weiter akut gefährdeten 1. FC Nürnberg an Boden ein.

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Mit einer Galavorstellung in einem aufregenden Spiel entzauberten die Schwaben beim 6:3-Erfolg Titelkandidat Werder Bremen und verhalfen dem Rekordmeister zu einem sicheren Vorsprung an der Tabellenspitze. «Die Entwicklung in Stuttgart haben wir mit einem strahlenden Lächeln verfolgt», kommentierte Bayern-Coach Ottmar Hitzfeld nach dem 2:0 seines Teams gegen den Karlsruher SC die Leistung des Noch-Titelträgers. Für Bremen, das nun schon sieben Punkte Rückstand auf die Bayern hat, endete eine «schwarze Woche» mit einer frustrierenden Niederlage.

Torschuss

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Der Stuttgarter Mario Gomez (l) überlistet Torhüter Tim Wiese (r) zum 1:1-Ausgleich.

Die Hamburger haben als Tabellen-Dritter hinter Bremen acht Zähler weniger als die Bayern. HSV-Keeper Frank Rost entschärfte in der 43. Minute einen schwach getretenen Foulelfmeter von Zvjezdan Misimovic. Bayer Leverkusen, am Mittwoch im Achtelfinal-Rückspiel des UEFA- Pokals Gast des HSV, wahrte den unmittelbaren Kontakt zu den beiden Nord-Clubs und besiegte Hannover 96 durch Treffer von Theofanis Gekas sowie Tranquillo Barnetta mit 2:0.

Vom möglichen Titel sprach in Bremen nach der Pleite in Stuttgart niemand mehr. «Fragen Sie mich nicht nach der Meisterschaft. Das Thema ist nicht aktuell», sagte Werder-Manager Klaus Allofs. Dabei zeigten die Bremer zunächst eine gute Leistung, gerieten aber durch den Torinstinkt von Mario Gomez auf die Verliererstraße. «Die Partie hätte auch andersrum ausgehen können», befand VfB-Trainer Armin Veh. Gomez freute sich über seinen gelungenen Auftritt. «Gegen Werder macht es immer besonders Spaß zu spielen. Es ist super, dass wir mal wieder einen schönen Sieg errungen haben», sagte der Torjäger.

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Die Bayern profitierten zwar von der Bremer Niederlage, sorgten aber mit einem überragenden Franck Ribéry selbst für Glanzlichter. «Er ist ein traumhafter Spieler. Man kann ihn mit Zidane vergleichen», befand Torhüter Oliver Kahn nach dem Erfolg gegen den KSC. Luca Toni, der sein 24. Tor im 32. Pflichtspiel erzielte, und Ribery sorgten für die Treffer des Spitzenreiters. «Man ist beruhigter bei sieben Punkten Vorsprung auf Bremen», sagte Hitzfeld, der seinen 150. Sieg als Bayern-Trainer feierte.

Nach dem Erfolg in der Champions League hat sich bei Schalke 04 auch die Lage in der Bundesliga entspannt. Das 2:0 bei Arminia Bielefeld durch Treffer von Gustavo Varela und Halil Altintop bescherte den «Königsblauen» wieder den Sprung auf Rang fünf. «Es war insgesamt eine sehr gute Woche für die Mannschaft und den Verein. Das ist ein schönes Erlebnis», meinte Trainer Mirko Slomka. Die vom Abstieg bedrohten Ostwestfalen, die noch immer auf den ersten Sieg unter Trainer Michael Frontzeck warten, wollen trotz der Talfahrt an dem neuen Coach festhalten. «Egal, was passiert, die Saison wird mit Frontzeck zu Ende gespielt», betonte Präsident Hans-Hermann Schwick.

Im Kampf um den Klassenverbleib gab es für Energie Cottbus und den MSV Duisburg weitere Rückschläge. Cottbus war beim 0:3 gegen den VfL Wolfsburg mit dem Doppel-Torschützen Marcelinho machtlos. Duisburg vergab beim 1:1 im «Keller-Derby» gegen Hansa Rostock die Chance, die Abstiegsränge zu verlassen. «Die Mannschaft hat Nerven gezeigt», sagte MSV-Coach Rudi Bommer. Für Hansa erzielte Victor Agali seinen ersten Saisontreffer und den ersten in der Bundesliga seit vier Jahren und drei Monaten.

Zwei kuriose Szenen sorgten in den Partien Borussia Dortmund gegen Hertha BSC (1:1) und Eintracht Frankfurt gegen den VfL Bochum (1:1) für Aufregung. In Dortmund zeigte Schiedsrichter Babak Rafati Berlins Marko Pantelic versehentlich die Rote Karte, nahm die Entscheidung zurück und schickte stattdessen Hertha-Trainer Lucien Favre auf die Tribüne. Der Coach hatte den Schiedsrichter-Assistenten beleidigt und am Trikot gezogen. In Frankfurt erlaubte Referee Felix Brych dem Bochumer Mimoun Azaouagh, einen Freistoß schnell auszuführen, als Eintracht-Torwart Oka Nikolov noch die Mauer stellen wollte. Azaouagh rettete mit seiner Blitz-Idee den Bochumern einen Punkt.

dpa

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