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Inter beschwört gegen Liverpool Geist von 1965

Mailand/Liverpool - Inter Mailand beschwört vor dem Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League gegen den FC Liverpool den Geist von 1965. «Wir werden es schaffen», hämmert Inter-Coach Roberto Mancini seinen Spielern seit Tagen ein.

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0:2 hatte der italienische Fußball-Meister das Hinspiel verloren, doch Mut schöpft Inter aus der Vergangenheit: Vor 43 Jahren warfen die Italiener Liverpool nach einer 1:3-Niederlage in England noch mit einem 3:0- Sieg zu Hause aus dem Pokal. Zudem ist Inter nach seinem 100. Geburtstagsfest am Wochenende in Feierlaune - und will sich die auch nicht verderben lassen, zumal Club-Chef Massimo Moratti den Champions-League-Titel zum obersten Saisonziel erklärt hatte.

Jubiläum

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Im San Siro Stadion wurde am Wochenende der 100. Geburtstag gefeiert.

«Wir können und müssen es schaffen», nahm deshalb auch Patrick Viera seine Teamkollegen in die Pflicht. An Motivation fehlt es beim Tabellenführer der italienischen Serie A niemandem. «Zur Not spiele ich auch humpelnd», bekräftigte der angeschlagene Stürmer Hernan Crespo. Mancini weiß die Einsatzbereitschaft seines Stürmerstars zu schätzen, geht wahrscheinlich mit Zlatan Ibrahimovic als einziger Spitze aber auf Nummer sicher. «Wir dürfen uns keine Konter einfangen», warnt Mancini vor einem allzu ungestümen Anrennen.

Ein Gegentor und Inter ist k.o. - darüber sind sich auch die Tifosi einig, von denen sich Mancini erhofft, dass sie für Inter den 12. Mann ausmachen werden. Unterstützung von den Rängen hat Inter dringend nötig: Die Personaldecke ist dünn, viele Spieler sind immer noch angeschlagen und Stammverteidiger Marco Materazzi sitzt wegen seiner Gelb-Roten Karte im Hinspiel auch noch gesperrt auf der Tribüne: «Ich habe mir vom Team ein Geschenk gewünscht, auch wenn ich selbst nur den Fan geben kann», meinte Materazzi kleinlaut.

Bei Liverpool erwartet man in Mailand dennoch keinen Spaziergang. «Es wird ein sehr schwieriges Spiel. Wir werden ihnen eine Menge Respekt zollen, aber wir sind zuversichtlich, dass wir weiterkommen können», gab «Reds»-Kapitän Steven Gerrard die Richtung vor. «Zu Hause haben wir gegen sie ein fantastisches Ergebnis erzielt, und nun müssen wir in Mailand die Sache auch zu Ende bringen», so Gerrard, dessen Elf in der englischen Premier League nach einigen Durchhängern zuletzt einen guten Lauf hatte und viermal in Folge gewann.

Liverpools Abwehr-Stratege Jamie Carragher, der gegen Inter als erster «Reds»-Profi in der Geschichte seinen 100. Champions-League- Einsatz feiern wird, kann es denn auch kaum erwarten. «Wir müssen zusehen, dass uns ein Tor gelingt, um sie zu erledigen. Dann müssten wir schon eine Alptraum-Leistung in der Verteidigung abliefern, um Inter wieder ins Spiel zu lassen, und daran möchte ich nicht beteiligt sein», sagte der Routinier.

dpa

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