Donnerstag, 13. März 2008 / 15:34 Uhr
Düsseldorf - Europa im Kopf, Duisburg vor der Brust. Bei aller Vorfreude auf einen attraktiven Gegner in der Fußball- Champions-League darf der FC Schalke den Alltag in der Bundesliga nicht aus den Augen verlieren.
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«Natürlich freuen wir uns alle auf die nächsten Top-Spiele gegen die besten Clubs der Welt», sagte Stürmer Kevin Kuranyi mit Blick auf die Europapokal-Auslosung im schweizerischen Nyon. Angesichts der Spieler-Träume von Barcelona oder Chelsea muss Schalkes Trainer Mirko Slomka jedoch die Konzentration auf das Liga-Spiel am Abend gegen den MSV Duisburg lenken. Denn die mögliche Freude über ein Traumlos könnte durch das Verpassen eines Sieges am Abend schnell wieder verflogen sein.
Damit sich Schalke auch in der kommenden Saison wieder mit den Top-Adressen Europas messen kann, ist ein «Dreier» gegen den Tabellen-Vorletzten Pflicht: «Unser Ziel ist eindeutig. Wir wollen und müssen dieses Spiel ohne Wenn und Aber gewinnen», sagte Slomka, dem im Falle eines Misserfolgs wieder eine Trainerdiskussion droht. «Ich sehe nach dem Sieg in Bielefeld und den drei Niederlagen zuvor noch keinen Wendepunkt bei uns. Es ist klar, dass wir jetzt eine Serie starten müssen», sagte der Trainer des Tabellen-Fünften.
Obwohl der letzte Duisburger Sieg in einem Derby in Gelsenkirchen fast 14 Jahre zurückliegt, fand Schalkes Defensiv-Allrounder Heiko Westermann mahnende Worte. «Wir sollten auf jeden Fall gewarnt sein. Gerade gegen die vermeintlich schwachen Mannschaften wie Rostock oder Cottbus haben wir Punkte gelassen», sagte der Nationalspieler, der trotz der Rückkehr des zuletzt gelb-gesperrten Rafinha im Team bleibt. Dafür muss der lange verletzte Linksverteidiger Christian Pander, der beim 2:0 in Bielefeld sein Comeback gab, zunächst wieder auf die Bank.
Auch beim MSV bahnt sich eine Umstellung in der Abwehr an. Für den seit Wochen enttäuschenden Innenverteidiger Fernando Santos wird wohl der argentinische Winter-Neuzugang Fernando Avalos sein Startelf-Debüt geben. Duisburgs Coach Rudi Bommer muss zudem den Ausfall seines gefährlichsten Stürmers Manasseh Ishiaku (Muskelfaserriss) verkraften. Dennoch ist die Begnadigung des suspendierten Angreifers Klemen Lavric keine Alternative. «Im Moment stellt sich diese Frage nicht», sagte Bommer, obwohl sich der Slowene für seine Forderung nach einem Stammplatz entschuldigt habe.
Trotz zuletzt schwacher Leistungen hat der MSV nur einen Punkt Rückstand auf den rettenden 15. Platz. Auch in Gelsenkirchen sieht Bommer sein Team nicht chancenlos. «Wir fahren dahin, um etwas zu holen», verkündete der MSV-Coach selbstbewusst. Bommer erinnerte an das Remis in der Hinrunde bei Bayern München: «Da hat uns auch niemand was zugetraut, und wir haben 0:0 gespielt.»
Die voraussichtlichen Aufstellungen:
FC Schalke 04: Neuer - Rafinha, Bordon, Krstajic, Westermann - Rakitic, Jones, Ernst, Kobiaschwili - Altintop, Kuranyi
MSV Duisburg: Starke - Weber, Avalos, Filipescu, Willi - Grlic, Tararache - Tiffert, Vrucina, Georgiew - Niculescu Schiedsrichter: Jochen Drees (Münster-Sarmsheim)
dpa
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