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0:3-Schlappe für tschetschenische Heimkehrer-Elf

Moskau - Der russische Fußball-Erstligist Terek Grosny hat nach 14-jähriger Zwangspause wegen der Tschetschenien-Kriege bei der Rückkehr in die nordkaukasische Teilrepublik eine Schlappe hinnehmen müssen.

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Der Verein verlor zum Saisonauftakt der «Premjer Liga» im 10 200 Besucher fassenden Bilimschanow-Stadion gegen Samara 0:3 (0:0). Zur Feier des Tages hatte Terek-Vorsitzender Ramsan Kadyrow, der zugleich Präsident von Tschetschenien ist, freien Eintritt gewährt. Rund 1500 Soldaten sicherten die Partie in der tschetschenischen Hauptstadt Grosny. Nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur Interfax kam es zu keinen Ausschreitungen.

Der Club musste wegen der gespannten Lage in der Unruheregion in den vergangenen 14 Jahren seine Heimspiele in der mehr als 200 Kilometer entfernten Region Stawropol austragen. Der russische Fußballverband wies erst vor wenigen Tagen die Sicherheitsbedenken Moskauer Vereine ab und erlaubte den Spielbetrieb in Grosny erstmals seit Beginn des ersten Tschetschenien-Kriegs 1994. Seit einigen Jahren gilt die Lage in der Teilrepublik als relativ ruhig. 2004 kam Kadyrows Vater Achmat, damals ebenfalls Präsident von Tschetschenien, bei einem Bombenattentat in einem Stadion von Grosny ums Leben.

In Russland läuft die Spielzeit von März bis Spätherbst. Der Etat der 16 Vereine betrage für die Saison 2008 insgesamt rund 406 Millionen Euro, berichtete die Moskauer Zeitung «Iswestija». Zum Vergleich: Die 18 Vereine der deutschen Fußball-Bundesliga hatten für die Saison 2006/07 einen geschätzten Gesamthaushalt von 425 Millionen Euro. Russischer Liga-Krösus ist Titelverteidiger Zenit St. Petersburg mit einem Budget von umgerechnet rund 64 Millionen Euro. Der hauptsächlich vom Gasmonopolisten Gazprom gesponserte Verein trifft im April im UEFA-Cup-Viertelfinale auf Bayer Leverkusen.

dpa

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