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Oberhausen Tabellenführer - Ahlen klettert

Leipzig - Der Höhenflug des Außenseiters geht weiter: Rot-Weiß Oberhausen ist die Mannschaft der Stunde in der Fußball- Regionalliga Nord. Der Aufsteiger stürmte durch den 4:2- Sieg gegen den SC Verl erstmals an die Tabellenspitze und peilt nun den Durchmarsch in den Profifußball an.

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«Mit dem Erreichen der dritten Liga hatten wir uns ein hohes Ziel gesetzt. Aber wenn gar kein anderer möchte, steigen wir eben in die zweite Liga auf», sagte Trainer Hans-Günter Bruns, dessen Mannschaft nach dem vierten Spiel hintereinander ohne Niederlage einen Zähler Vorsprung auf Union Berlin hat.

Die «Eisernen» konnten das Derby beim SV Babelsberg 03 mit 3:0 klar für sich entscheiden und kletterten ihrerseits in die Aufstiegszone. Den Kontakt daran konnte auch der Wuppertaler SV als Fünfter wahren, der ebenfalls am Sonntag mit dem 2:1 beim VfL Wolfsburg II seinem Trainer Wolfgang Frank den ersten Sieg bescherte.

«Von Platz eins bis zehn ist alles machbar. Der Blick auf die Tabelle sagt also noch nicht viel», relativierte dagegen Kickers Emdens Trainer Stefan Emmerling nach dem 2:1-Erfolg gegen den SV Werder Bremen II. Aufstiegshoffnungen hegt inzwischen auch Rot-Weiß Ahlen, das den Hamburger SV II mit 3:0 bezwang und nur drei Punkte Rückstand auf Oberhausen hat. Der Heimsieg war aber hart erkämpft, obwohl sich der HSV vor der Pause durch zwei Platzverweise dezimiert hatte. «Wenn alle Hamburger hinten drin stehen, ist es schwer. Deshalb bin ich froh, dass wir noch so klar gewonnen haben», erklärte Lars Toborg, der seinen 17. Saisontreffer erzielte, die beiden anderen Tore vorbereitete, aber auch einen Strafstoß verschoss.

Sogar zwei Möglichkeiten vom Elfmeterpunkt vergab der 1. FC Magdeburg durch seine Routiniers Frank Gerster und Steffen Baumgart beim 1:0 gegen den von der Insolvenz bedrohten VfB Lübeck. Den Siegtreffer erzielte Najeh Braham, während Lübeck das Spiel nach den Gelb-Roten Karten für Dietmar Hirsch und Guiseppe Canale sowie der Verletzung von Torwart Achim Hollerieth mit acht Spielern beendete. Zumindest aus finanzieller Sicht kann der VfB aber etwas Hoffnung schöpfen. Zwei so genannte «Retterspiele» gegen den Bundesligisten Hannover 96 und den Zweitliga-Kultclub FC St. Pauli sollen frisches Geld für den mit vier Millionen Euro verschuldeten Verein bringen.

Das Duell der bislang in dieser Saison enttäuschenden Zweitliga- Absteiger gewann Eintracht Braunschweig gegen Rot-Weiss Essen mit 2:1. «Unser Sieg war nicht verdient», sagte Trainer Benno Möhlmann, dessen Team von der Gelb-Roten Karte gegen Essens Tim Erfen profitierte und fünf Minuten vor dem Ende mit einem Doppelschlag die verloren geglaubte Partie noch drehte.

dpa

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