Montag, 17. März 2008 / 22:18 Uhr
München - Borussia Mönchengladbach bleibt einsame Spitze, aber im Kampf um die restlichen zwei Aufstiegsplätze in der 2. Fußball-Bundesliga wird das Gedränge immer größer.
anzeige
Vier Punkte hinter dem Tabellenführer, der den FC St. Pauli knapp mit 1:0 bezwang, führt 1899 Hoffenheim nach dem 1:0 über Kellerkind FC Erzgebirge Aue am 24. Spieltag das Verfolgerfeld an. Dahinter folgt der FSV Mainz 05, der mit dem 1:1 im Spitzenspiel beim TSV 1860 München allerdings zwei wichtige Punkte einbüßte.
Der SpVgg Greuther Fürth erlitt bei der 0:1-Heimpleite gegen die TuS Koblenz einen überraschenden Rückschlag und rangiert derzeit auf dem vierten Tabellenplatz. «Das ist eine bittere Niederlage für uns, denn wir haben das Spiel absolut im Griff gehabt», sagte Fürths Trainer Bruno Labbadia nach dem Schlusspfiff.
Jonathan Jäger hat im Aufstiegskampf für den SC Freiburg ins Schwarze und den 1. FC Köln mitten ins Herz getroffen. Der 29-jährige Angreifer erzielte im Duell der beiden früheren Bundesligisten das Tor zum 1:0 (0:0)-Heimsieg der Breisgauer. Vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw und 22 500 Zuschauern im badenova-Stadion nutzte Jäger eine der ganz wenigen Chancen der Gastgeber in der 58. Minute. Damit verpassten die Kölner den Sprung auf den dritten Tabellenplatz und haben als Fünfter die nun punktgleichen Freiburger im Nacken.
Zehn Runden vor dem Saisonfinale machte Mönchengladbach einen weiteren großen Schritt auf dem Weg zurück in die erste Liga. Allerdings tat sich der Spitzenreiter gegen den diszipliniert spielenden Aufsteiger aus St. Pauli sehr schwer, ehe der dritte Sieg hintereinander perfekt war. Mit seinem 15. Saisontor erlöste der Kanadier Rob Friend (63.) vor 48 418 Zuschauern die Gladbacher. St. Pauli, das lange Zeit Paroli bot, ist nach sieben sieglosen Partien im Abstiegskampf angekommen.
Mainz ist seit fünf Spielen ungeschlagen, verschenkte in München aber zwei wertvolle Punkte. Für Aufregung sorgte der Foulelfmeter, mit dem die «Löwen» durch Abwehrchef Gregg Berhalter (58.) ihre zuvor 537 Minuten andauernde Torflaute beendeten. «Das ist die größte Frechheit, die ich seit langer Zeit im Fußball gesehen habe», kritisierte FSV-Trainer Jürgen Klopp die Entscheidung von Schiedsrichter Michael Kempter, nach einem Zweikampf zwischen Milorad Pekovic und 1860-Kapitän Danny Schwarz einen Strafstoß zu geben.
Srdjan Baljak (48.) hatte die spielerisch besseren Mainzer vor 39 000 Zuschauern in Führung gebracht. Die Münchner, in der Rückrunde noch ohne Heimsieg, dürften mit dem Remis ihre Aufstiegschance verspielt haben. «Der Rückstand auf die ersten Plätze ist schon sehr groß», stellte 1860-Geschäftsführer Stefan Reuter fest.
Hoffenheim setzte dank Vedad Ibisevic seinen eindrucksvollen Siegeszug fort. Beim mühsamen, aber verdienten 1:0 gegen Aue erzielte der Bosnier in der 46. Minute nur wenige Sekunden nach seiner Einwechslung das Siegtor für die Nordbadener. Erst in der Nachspielzeit musste sich Aufstiegsanwärter Fürth erstmals nach zuletzt drei Spielen ohne Niederlage unglücklich geschlagen geben. Mit dem Koblenzer Siegtor stellte Andreas Richter den Spielverlauf auf den Kopf. Fürth war die klar bessere Mannschaft, nutzte seine Chancen aber nicht. Stefan Reisinger scheiterte in der 78. Minute per Foulelfmeter an TuS-Torwart Dennis Eilhoff.
Im Abstiegskampf hat 1. FC Kaiserslautern mit dem 2:0 beim SV Wehen Wiesbaden ein leidenschaftliches Lebenszeichen von sich gegeben, dagegen ist für den SC Paderborn (0:1 gegen Aachen) und Carl Zeiss Jena das Abstiegsrennen so gut wie gelaufen. «Das war's definitiv», stellte Jenas Trainer Henning Bürger nach dem 1:2 in Offenbach resignierend fest. Alle Konzentration gilt nun dem Pokal-Halbfinale bei Borussia Dortmund. In Abstiegsnot ist auch der seit vier Heimspielen sieglose Neuling VfL Osnabrück, der nach dem 0:2 gegen den FC Augsburg nur noch ein Vier-Punkte-Polster auf einen Abstiegsplatz besitzt.
dpa
0 Kommentare | Kommentare verstecken
Nie mehr die Bundesliga - Spiele verpassen: ab sofort bietet Ihnen fussball.com kostenlos an jedem Spieltag der 1. und 2. Fussball Bundesliga einen Live-Ticker.
"Fussball ist mehr als nur ein Sport. Fussball ist Euphorie, Religion und Droge zugleich." Aktuelles zur Droge Fussball, spitz und ohne redaktionelle Schranken, aus unserem Fussball Blog
Die Finalniederlage der EM ist langsam verdaut...also kucken wir mal auf die neue Saison
Paul Breitner: Sie sollen nicht glauben, das sie Brasilianer sind, nur weil sie aus Brasilien kommen.
Kommentar schreiben