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Parteienplädoyer für «Alte Försterei»

Berlin - Berliner Politiker dringen auf Sanierung und Ausbauhilfe für das marode Stadion «Alte Försterei» des Regionalligisten 1. FC Union und verlangen Unterstützung durch den Senat.

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Sportsenator Ehrhart Körting (SPD) solle «die Stadionfrage endlich zur Chefsache» machen, forderte die Grünen-Vorsitzende Irma Franke-Dressler. «Gemeinsam mit Bezirk und Verein muss er die Stadionsanierung dringend eintüten», erklärte die Grünen-Chefin in einer Pressemitteilung. Ansonsten «spaltet der Senat die Sportstadt Berlin.» Die beiden Berliner Profi-Fußballvereine - Hertha BSC und 1. FC Union - dürften nicht mit zweierlei Maß gemessen werden.

Die CDU fordert den Senat auf, «gemeinsam mit dem Bezirk und der Vereinsspitze von Union eine langfristige Sicherung beispielsweise über einen Erbbaupachtvertrag zu erreichen». In einer auch im Namen von CDU-Fraktionschef Friedbert Pflüger veröffentlichten Presseerklärung heißt es: «Die "Alte Försterei" ist das Herzstück des Vereinslebens. Das Stadion muss als traditionsreicher Fußballstandort für die Fans und Zuschauer erhalten werden.»

Sebastian Czaja, Haushaltsexperte der FDP-Fraktion, sprach sich für eine verbindliche Finanzierungszusage für das Stadion in Köpenick aus. «Ich bin skeptisch, ob der Bezirk die zugesagten Gelder tatsächlich zur Verfügung stellen wird.»

Das Traditionsstadion des 1. FC Union muss dringend saniert werden, um die Anforderungen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zu erfüllen, falls der Fußballclub in die neue 3. Liga oder die zweite Bundesliga aufsteigen sollte. Dazu gehört vor allem die Sanierung der maroden Stehplatzränge. Körting hatte es in der vergangenen Woche abgelehnt, dass der Senat das Stadion für geschätzt 20 Millionen Euro sanieren wird.

Am Freitag einigten sich Vertreter der Senatsverwaltung für Inneres und Sport, des Bezirks Treptow-Köpenick sowie die Präsidenten des Berliner Fußball-Verbandes (BFV) und des 1. FC Union, Bernd Schultz und Dirk Zingler, darauf, dass die «Alte Försterei» Spielstätte des 1. FC Union bleiben soll. Dazu wird der Bezirk Treptow-Köpenick als Eigentümer der Sportanlage kurzfristig bis zu 300 000 Euro investieren, um die Auflagen des DFB für einen Spielbetrieb in der 3. Liga weitestgehend zu erfüllen.

dpa

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