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Bayern: Nur Finale rettet Frieden - Hitzfeld warnt

München - Für Ottmar Hitzfeld geht es um den Betriebsfrieden, sein Vorgänger Felix Magath hofft derweil auf die nächste Bayern-Blamage.

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Nach den peinlichen Pleiten gegen Anderlecht und Cottbus kann der deutsche Fußball-Rekordmeister Bayern München nur mit einem Sieg im DFB-Pokal- Halbfinale gegen den VfL Wolfsburg die Krise abwenden. «Das ist eine gute Chance, einiges wiedergutzumachen und entschlossen als Team aufzutreten», forderte Hitzfeld von seiner viel gescholtenen Millionen-Truppe. «Die Mannschaft kann eigentlich nur zufrieden sein, wenn sie einige Titel geholt hat. Von daher wollen wir jetzt nicht auf halben Wege schlapp machen.»

Gefordert

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Bayern-Manager Uli Hoeneß (r) und Oliver Kahn wollen den Frieden wahren.

Beim Duell gegen seinen vor 14 Monaten entlassenen Vorgänger Magath verlangt Hitzfeld «wieder Aggressivität» und «Zweikampfverhalten» von seiner Elf. Kapitän Oliver Kahn hat sein DFB-Pokal-Abschiedsfinale schon fest eingeplant. «Es gibt sicherlich kein drittes Spiel, in dem wir nicht siegreich sein werden», prophezeite Kahn und schenkte dem Ex-Coach keine große Beachtung. «Wir wollen ins Finale und da spielt es keine Rolle, wer Trainer auf der anderen Seite ist.»

Zum zweiten Mal nach seinem Vereinswechsel kehrt Magath zum früheren Arbeitgeber zurück, mit dem er zweimal den DFB-Pokal gewonnen hat. «Alles andere als ein Finaleinzug wäre für die Bayern eine Blamage», sagte der 54-Jährige, dessen Familie noch in Bayern lebt. Auch ohne Sonderbewachung für Franck Ribéry will der zweimalige Bayern-Double-Gewinner das Endspiel am 19. April in Berlin erreichen und mit dem VfL mindestens 1,5 Millionen Euro einstreichen. Sein Team, Pokalfinalist von 1995, steht erst zum vierten Mal in der Runde der letzten Vier. Der 13-malige Cup-Sieger FC Bayern strebt dagegen nicht nur sein 16. Endspiel an. «Es geht auch darum, den Leuten, die jetzt den Mund offen haben, das Mundwerk zu schließen», sagte Bastian Schweinsteiger. Er will mit einem Erfolg die jüngsten Nörgeleien verstummen lassen.

Drei Titel können die Münchner in dieser Saison noch gewinnen, doch der Haussegen hängt derzeit schief, als wäre schon alles verloren. «Wenn man zwei Spiele hier beim FC Bayern verliert, ist es so, als würde man vor dem Abstieg stehen», meinte Schweinsteiger. Der Mittelfeldakteur sorgte mit seiner Fernfehde mit Stefan Effenberg zuletzt für mehr Schlagzeilen als mit seinen Leistungen.

Wenigstens von der argentinischen Streikfront Martin Demichelis gibt es gute Nachrichten: Der Arbeitsverweigerer kehrt an der Seite des wechselwilligen Lucio in den Kader zurück, in dem der angeschlagene Willy Sagnol und der gesperrte Luca Toni fehlen. Anstelle des Weltmeisters soll Lukas Podolski für Tore sorgen. «Ich will nach Berlin - alles andere ist egal», sagte der Nationalspieler vor dem Duell gegen die in Bestbesetzung anreisenden Wolfsburger. Spätestens nach dem 1:0-Coup in Bremen stellen die Niedersachsen «natürlich» ein Spitzenteam dar, warnte Hitzfeld.

Gewarnt sind die Bayern - und auf eine Extra-Schicht drei Tage vor ihrem Liga-Gipfel gegen Bayer Leverkusen vorbereitet. «Wir müssen uns darauf einstellen, dass es auch eine Verlängerung geben könnte», mahnte Kahn, dessen Mannschaft am Montag auch schon für ein mögliches Elfmeterschießen probte.

Nur ein einziges Remis konnten die «Wölfe» in elf Liga-Spielen in München erreichen, ansonsten waren sie sicherer Punktelieferant. Im DFB-Pokal vor zehn Jahren in Wolfsburg beim 4:3 im Elfmeterschießen behielt der FC Bayern ebenso die Oberhand wie beim 2:1 vor sechs Jahren im eigenen Stadion.

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Bayern München: Kahn - Lell, Lucio, Demichelis, Jansen - Altintop, van Bommel, Zé Roberto, Ribéry - Klose, Podolski

VfL Wolfsburg: Benaglio - Riether, Ricardo Costa, Madlung, Schäfer - Santana (Hasebe), Josué, Gentner - Marcelinho - Grafite, Dejagah

Schiedsrichter: Fandel (Kyllburg)

dpa

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