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Hildebrand mit Valencia im spanischen Pokalfinale

Madrid - Timo Hildebrand kann gleich seine erste Saison in Spanien mit einem Titelgewinn krönen. In einem dramatischen Pokalkampf setzte sich der deutsche Nationaltorhüter mit dem FC Valencia im Halbfinal-Rückspiel 3:2 gegen den Favoriten FC Barcelona durch und zog ins Finale ein.

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Damit wahrten die Valencianer, die im Hinspiel ein 1:1 errungen hatten, ihre letzte Chance, in einer ansonsten verkorksten Saison doch noch eine Trophäe gewinnen zu können. Zugleich retteten sie ihrem Trainer Ronald Koeman den Job. Im Finale am 16. April trifft das Hildebrand-Team auf die Überraschungself des FC Getafe, die nach dem 3:1-Hinspielsieg ein 1:1 bei Racing Santander erreichte und damit zum zweiten Mal nacheinander in das Endspiel der «Copa del Rey» (Königspokal) einzog. Zuvor trifft der Madrider Vorstadtclub im Viertelfinale des UEFA-Pokals auf Bayern München. Getafes Präsident Angel Torres gab die Devise aus: «Wir wollen den Pokal holen, und wir wollen auch die Bayern packen.»

Überraschung

Foto: dpa Bild vergrößern

Die Spieler des FC Valencia feiern den Sieg gegen den FC Barcelona.

Hildebrand lieferte im Mestalla-Stadion gegen Barça eine fehlerfreie Partie ab. Bei den Gegentreffern durch Thierry Henry (72. Minute) und Samuel Eto'o (80.) war der Ex-Stuttgarter machtlos. Jedoch hatte er anders als im Hinspiel, in dem er als Held des Tages gefeiert worden war, kaum Gelegenheiten sich auszuzeichnen.

Kapitän Rubén Baraja (18.) und Mata (44.) schossen für Valencia eine 2:0-Führung heraus. Das Anschlusstor Barças beantwortete der 19-jährige Mata (73.) postwendend mit einem weiteren Treffer. «Wir haben perfekt gespielt», freute sich Trainer Koeman. Valencias neuer Präsident Agustín Morera, der erst seiner einer Woche im Amt ist, brach vor Freude in Tränen aus.

Der FC Barcelona, Gegner des FC Schalke 04 im Viertelfinale der Champions League, stürzte mit dem Pokal-K.o. in eine Krise. «Valencia beerdigt Barça», schrieb die Zeitung «El Periódico». «Die Katalanen richteten sich mit ihrer desolaten Abwehr selbst. Dies ist der Anfang vom Ende.» Nach Ansicht des Fachblatts «Sport» neigt sich die Ära von Trainer Frank Rijkaard in Barcelona dem Ende entgegen: «Der Niederländer ist das Ebenbild eines ausgelaugten und moralisch besiegten Trainers. Der Kader braucht eine Rundum-Erneuerung.»

Derweil bewies der FC Getafe mit seinem Finaleinzug, dass er in K.o.-Wettbewerben zum fast unüberwindbaren Hindernis geworden ist. Der Vorstadt-Club überstand im UEFA-Cup und im spanischen Pokal elf K.o.-Runden in Serie. Das letzte Aus liegt mehr als zwei Jahre zurück: Im Januar 2006 scheiterte man im Pokal an Espanyol Barcelona. Das Sportblatt «Marca» warnte die Bayern: «Dieses Getafe wird mit jedem Gegner fertig.»

dpa

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