Mittwoch, 26. März 2008 / 12:52 Uhr
München - Schlafgemächer für die Profis, drohendes Abseits für die Fans: Der deutsche Fußball-Rekordmeister FC Bayern München will sich unter dem neuen Trainer Jürgen Klinsmann verstärkt abschotten und seinen Profis eine Rundumbetreuung ermöglichen.
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«Die Spieler sollen hier auf dem Gelände einfach Ruhe finden», erklärte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge in einem Interview der «Sport Bild» das geplante Konzept, das von der kommenden Saison an realisiert werden soll. «Das ist eine neue Kultur für die Bundesliga.» Endgültig entschieden ist bislang aber nur, dass das Clubrestaurant auf dem Vereinsgelände an der Säbener Straße im Mai schließen und dem geplanten Freizeit-Bereich für die Profis weichen muss.
«Wir müssen den veränderten Verhältnissen im Profi-Fußball Rechnung tragen», kündigte Rummenigge an. Dabei müssen die Fans an der Säbener Straße künftig wohl weitgehend außen vor bleiben: Situationen wie etwa zur Sommerzeit, wenn «5000 Fans am Trainingsplatz stehen», gingen einfach nicht mehr, sagte der Vorstandschef. Rummenigge zitierte in diesem Zusammenhang Arsenal- Trainer Arsène Wenger: «Der Trainingsplatz ist für die Mannschaft und den Trainer da, das Stadion für die Fans.»
Denkbar seien öffentliche Trainingseinheiten in der Allianz Arena, betonte Rummenigge. Allerdings sollten mögliche Änderungen bezüglich des öffentlichen Trainings der Bayern-Profis erst in den kommenden Wochen erörtert werden, teilte der Vorstand mit. «Wir wissen, dass wir uns nicht von den Fans entfernen dürfen. Der FC Bayern ist und bleibt ein sehr familiärer Club», sagte Rummenigge.
«Jürgen möchte einfach alles professionalisieren», sagte der Vorstandschef zu den künftigen Angeboten für die Spieler. «Daher wird es auch Schlafgelegenheiten geben. Einige Profis wohnen weiter draußen, da ist die Fahrt in der Mittagspause nach Hause eine unnötige Strapaze.» Etwa bei italienischen Clubs sei der Acht- Stunden-Tag für Spieler bereits seit langem üblich. «Da bist Du vom Frühstück bis zum Nachmittagskaffee auf dem Trainingsgelände. Dafür werden jetzt die Möglichkeiten geschaffen.»
dpa
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