Freitag, 28. März 2008 / 18:25 Uhr
Stuttgart - UEFA-Präsident Michel Platini hat sich für ein Verbot von Vereinswechseln minderjähriger Fußballer ausgesprochen. Praktisch alle europäischen Spitzenclubs hatten in den vergangenen Jahren minderjährige Talente verpflichtet.
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«Ich bin dafür, dass Transfers von Minderjährigen per Gesetz verboten werden», sagte der Franzose in einem Interview der «Stuttgarter Zeitung». Platini wünscht sich grundsätzlich eine Stärkung der Vereine, die Talente ausbilden. «Zudem sollte es Pflicht sein, dass ein junger Spieler seinen ersten Vertrag mit seinem Ausbildungsverein abschließt. So lässt sich die regionale Identität stärken und es kommen wieder soziale und menschliche Aspekte ins Spiel», sagte er.
Erneut beteuerte Platini sein Vorhaben, die Politik zur Einführung einer europäischen Sportpolizei bewegen zu wollen. «Wir sind dabei, eine Charta für Profis zu erarbeiten, wollen eine Art Fußballpolizei installieren, um unseren Sport besser zu schützen, müssen aber noch daran arbeiten, wie diese konkret aussehen soll. Denn vieles läuft gut, aber einiges macht uns auch Sorgen: Rassismus, Doping, Internetmissbrauch, Homophobie. Der Fußball ist kompliziert wie das Leben und eine nie enden wollende Geschichte», sagte der frühere Weltklassespieler.
dpa
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