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Wolfsburg im Glück: Sieg durch Last-Minute-Tor

Rostock - Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg hat weiter einen Europapokal-Platz im Visier. Das bisher beste Team der Rückrunde kam zum Auftakt des 26. Spieltages zu einem äußerst glücklichen 1:0 (0:0) beim Abstiegskandidaten Hansa Rostock.

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«Joker» Jacek Krzynowek hat dem VfL in der Nachspielzeit einen verdienten 1:0-Auswärtssieg beim FC Hansa beschert. 90 Minuten waren die Niedersachsen am starken Hansa-Torhüter Stefan Wächter gescheitert, ehe der Pole (90.+1) noch zuschlag.

FC Hansa Rostock - VfL Wolfsburg

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Der Rostocker Agali (m) und die Wolfsburger Santana (l) und Simunek kämpfen um den Ball.

Wolfsburg bescherte Rostock zum Auftakt des 26. Spieltags mit dem 1:0-Sieg einen herben Rückschlag im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga. Mit 40 Punkten bleibt der VfL in Lauerstellung für einen UEFA-Cup-Platz, Rostock dagegen steckt weiter im Abstiegskampf.

Vor 15 000 Zuschauern in der Rostocker DKB-Arena trat der VfL unter «erschwerten Bedingungen» an, wie Trainer Felix Magath vor dem Anpfiff beklagte. Im Angriff fiel neben dem gesperrten Torjäger Grafite (9 Saisontreffer) auch Danijel Ljuboja mit einer Muskelverhärtung aus. In der Abwehr mussten die gesperrten Stammkräfte Ricardo Costa und Alexander Madlung ersetzt werden. Neben Jan Simunek bot Magath den sonst rechts verteidigenden Sascha Riether im Zentrum vor Torwart Diego Benaglio auf. Der Schweizer erlebte nur 48 Stunden nach den vier Gegentoren beim 0:4 im Länderspiel gegen Deutschland einen angenehmeren Abend, nur bei einem Kopfball von Enrico Kern musste er in der Schlussphase sein ganzes Können aufbieten (78.).

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Mehr gefordert war sein Gegenüber: Hansa-Keeper Wächter stand stark unter Beschuss, hielt aber alles. Der 29-Jährige reagierte glänzend bei einem 17-Meter-Schuss von Makoto Hasebe (15.) sowie Kopfbällen von Christian Gentner (30.) und Jonathan Santana (33.), der auch noch eine gute Schusschance vergab (37.). Hansa hatte zudem Glück, dass der nach der 5. Gelben Karte im nächsten Spiel beim FC Schalke 04 ebenso wie Abwehrkollege Orestes gesperrte Marc stein nach einem Foul am anschließend ausgewechselten Japaner Hasebe nicht Gelb- Rot sah (40.). Den einzigen gefährlichen Rostocker Torschuss vor der Pause gab Kai Bülow ab, aber Benaglio parierte souverän (44.).

Wolfsburg agierte in der Spielanlage reifer und zielstrebiger, auch wenn Regissuer Marcelinho nach seiner Disco-Affäre blass blieb. Auch bei den Standardsituationen war der Brasilianer nicht wie sonst gefährlich. Ein Warnschuss des eingewechselten und agilen Angreifers Addy-Waku Menga ließ die Hansa-Fans auf eine bessere zweite Hälfte ihrer Mannschaft hoffen. Doch schnell stand auch wieder der starke Wächter im Blickpunkt, etwa bei einem Gentner-Eckball (53.). Nach einer Stunde verflachte die Partie, bis Krzynowek doch noch zuschlug.

dpa

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