Samstag, 29. März 2008 / 13:23 Uhr
Bremen - Der ehemalige Fußballnationalspieler und Werder-Profi Marco Bode (38) hat in Bremen den Kultur- und Friedenspreis der Villa Ichon erhalten. Er bekam die mit 5000 Euro dotierte Auszeichnung für seinen Einsatz für Gerechtigkeit und Menschenfreundlichkeit.
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Bode engagiere sich insbesondere für Kinder und Jugendliche und sei in der Strafgefangenenbetreuung aktiv, heißt es in der Begründung der Jury. In seiner Laudatio würdigte der Präsident von Werder Bremen, Klaus-Dieter Fischer, den Preisträger als «großen Sportler mit einem großen Herz für Menschlichkeit und Völkerverständigung». Wie kein anderer habe Bode Spielkultur und Fair Play miteinander verbinden können.
Marco Bode kam 1988 zu Werder Bremen und hatte 379 Bundesligaeinsätze. Mit seinen 101 Toren zählt er zu den Rekordschützen des Vereins. 2002 wurde er mit der Nationalmannschaft Vizeweltmeister. Anschließend beendete er seine Profi-Karriere. Seitdem widmet er sich sportlich-sozialen Projekten. Unter seiner Mitwirkung entstand in Bremen ein Sportgarten, in dem sich Kinder und Jugendliche sportlich betätigen und Kontakte knüpfen. Dort wurde 2006 vor der Fußball-Weltmeisterschaft ein «One Nation Cup» ausgetragen mit jungen Fußballspielern aus allen Kontinenten.
Der Preis wird seit 1983 verliehen. In diesem Jahr hat ihn erstmals ein Sportler bekommen. Laut Stiftungsurkunde soll mit dem Preis ein Werk oder das Wirken eines Bremer Kulturschaffenden oder einer Gruppe ausgezeichnet werden, die sich eindeutig zur Erhaltung des Friedens bekennt. Zu den bisherigen Preisträger zählen unter anderem der Schauspieler Will Quadflieg und Sänger Udo Lindenberg.
dpa
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