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Toppmöller will Georgiens Fußballverband verklagen

Tiflis/Hamburg - Die Harmonie zwischen Klaus Toppmöller und dem Georgischen Fußball-Verband (GFF) ist empfindlich gestört.

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Der deutsche Fußball-Nationalcoach der Georgier will die Verbandsspitze verklagen, weil er und sein Trainer-Team, dem auch Bruder Heinz Toppmöller und Ralf Minge angehören, seit Oktober kein Gehalt mehr erhalten haben und zudem noch Rückzahlungen von 2006 ausstünden, sagte Toppmöller der georgischen Sportzeitung «Lelo» im Interview. «Ich wurde immer wieder vertröstet und es gab viele Versprechungen, dass wir unser Gehalt letztlich bekommen, aber das ist bis jetzt nicht passiert», monierte Toppmöller. Und stellte dem Verband ein Ultimatum: Sollten die Versäumnisse bis Montag nicht behoben sein, werde er die GFF verklagen. Toppmöller: «Ich habe schon mit meinem Anwalt gesprochen. Das weiß auch Verbandschef Nodar Akhalkatsi.»

«Herr Klaus»

Foto: dpa Bild vergrößern

Klaus Toppmöller hat Probleme mit dem Fußballverband Georgiens.

Unzufrieden ist der Coach Toppmöller auch in anderem Zusammenhang. Er empfindet es als höchst unprofessionell, dass für das Länderspiel gegen Nordirland (1:4) 20 Spieler eingeladen worden waren, von denen zehn gar nicht einsatzfähig waren. Drei Kicker waren nicht angereist, weil ihnen das nötige Visum fehlte. «Das ist dumm. Ich fürchte, dass für das nächste Test-Spiel gegen Portugal überhaupt keiner kommt», meinte Toppmöller mit Galgenhumor. Zugleich stellte der in Georgien «Herr Klaus» genannte Toppmöller klar: «Organisatorische Dinge muss der Verband regeln, nicht ich!»

Unterschiedliche Aussagen gibt es auch über «Toppis» Vertrag in Georgien. Der deutsche Ex-Nationalspieler betont stets, sein Ende 2007 ausgelaufener Kontrakt habe sich bereits im November automatisch verlängert, weil er damals von keiner Seite aufgekündigt worden war. Der neue Kontrakt, hatten GFF-Präsident Akhalkatsi und Toppmöller öffentlich erklärt, laufe bis 2010. GFF-Generalsekretär Utscha Ugulava sagte «Lelo» jedoch, Toppmöllers Vertrag hätte sich nur dann automatisch verlängert, wenn Georgien in seiner Qualifikations-Gruppe zur EM unter die ersten Drei gekommen wäre.

«Über die Vertragsangelegenheit ist in Georgien falsch berichtet worden. Ich verstehe bis heute nicht, warum das so war. Aber mein Vertrag läuft bis 2010», widersprach Toppmöller. In Georgien wird bereits spekuliert, dass der deutsche Coach entlassen werden könnte. Nach dem 1:4 gegen Nordirland hatte es Berichte gegeben, dass er im Machtkampf an der Verbandsspitze zwischen Präsidant Akhalkatsi und «Vize» Revaz Arveladze das unglückliche Opfer sein könnte.

Toppmöller jedoch geht davon aus, dass er weitermachen darf. «Ich will in Georgien bleiben, ich bin motiviert und möchte die Mannschaft zur WM 2010 führen», stellte der ehemalige Bundesliga-Torjäger klar. Allerdings müssten die Arbeitsbedingungen optimiert werden. «Ich brauche Garantien dafür, dass organisatorisch alles besser wird. In dieser Hinsicht schließ ich sonst nicht aus, dass ich selbst kündige. Am Montag werden wir alles besprechen und dann sehen wir weiter.»

dpa

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