Sonntag, 30. März 2008 / 19:27 Uhr
London - Michael Ballack und der FC Chelsea bleiben Manchester United in der englischen Premier League auf den Fersen. Die «Blues» besiegten den FC Middlesbrough knapp mit 1:0 und hielten den Abstand zum Spitzenreiter auf fünf Punkte.
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Mit einer kämpferischen Glanzleistung beim 3:2-Sieg über die Bolton Wanderers wahrte auch der FC Arsenal auf Rang drei seine Titelchance. Die Mannschaft des erneut auf der Reservebank schmorenden deutschen Nationaltorwarts Jens Lehmann kam am 32. Spieltag trotz 60-minütiger Unterzahl zu dem wichtigen Arbeitssieg. «Wir werden bis zur allerletzten Sekunde um den Titel kämpfen», kündigte Arsenal-Coach Arsène Wenger an.
Meister Manchester United gab sich derweil keine Blöße und verteidigte mit einem überlegenen 4:0 über Aston Villa souverän die Tabellenspitze. Platz vier, acht Punkte hinter Arsenal, festigte der FC Liverpool durch einen 1:0-Sieg gegen Everton, den Fernando Torres mit seinem 28. Saisontreffer bereits in der 7. Minute sicherstellte.
Gegen Middlesbrough, wo der am Fuß verletzte Robert Huth fehlte, ging das munter aufspielende Chelsea-Team durch Ricardo Carvalho schnell in Führung (5. Minute), ließ danach aber zahlreiche Chancen aus. Ballack hatte einige gute Szenen, musste aber nach gut einer Stunde wohl auch mit Blick auf das Champions League-Match gegen Fenerbahce Istanbul am Mittwoch dem englischen Nationalspieler Shaun Wright-Phillips weichen. Die «Blues» hatten am Ende Glück, dass Boro nicht noch ausglich.
In der dramatischen Partie beim Drittletzten Bolton lief am Samstag zunächst alles gegen Arsenal. Lehmann-Rivale Manuel Almunia musste machtlos zusehen, wie Matthew Taylor (14./43.) die abstiegsbedrohten Gastgeber unerwartet 2:0 in Führung brachte. Derweil sah Arsenals Mittelfeldakteur Abou Diaby nach einem überharten Einsteigen gegen Gretar Steinsson die Rote Karte (31.). Nach dem Wechsel setzten zehn «Gunners» zu einem mitreißenden Sturmlauf an und drehten nach Toren von Kapitän William Gallas (62.), Robin van Persie (68./Foulelfmeter) und einem Eigentor von Jlloyd Samuel (90.) das Spiel in letzter Minute. «Zurück vom Abgrund», kommentierte die «Sunday Times».
«Ich bin sehr stolz auf diese Leistung. Ich kann mich an kein besseres Comeback erinnern», meinte der erleichterte Wenger, dessen Team zuvor in fünf Liga-Spielen nicht gewinnen konnte. Allerdings steht Arsenal nun ein hartes Programm bevor. Im Champions-League- Viertelfinale und in der Premier League muss der Club nun binnen sieben Tagen dreimal hintereinander gegen Rekordmeister FC Liverpool spielen und danach bei Tabellenführer Manchester United antreten.
ManU demonstrierte derweil beim grandiosen 4:0 über Aston Villa seine derzeitige Klasse. Torjäger Cristiano Ronaldo (17.), Carlos Tevez (33.) und der endlich wieder treffsichere Wayne Rooney (53./70.) erzielten die Tore. «Die Mannschaft ist nun auf Top-Niveau. Der Titel fühlt sich noch nicht so nah an, aber wir spielen mit viel Selbstvertrauen», meinte Manu-Trainer Sir Alex Ferguson, der sechs Spieltage vor Schluss seinen 10. Meistertitel fest im Visier hat.
Manchester City mit Dietmar Hamann setzte mit der 1:3-Niederlage bei Birmingham City seine zuletzt durchwachsene Bilanz fort. Und der Vorletzte FC Fulham, bei dem Moritz Volz einmal mehr nicht zum Aufgebot gehörte, verpasste beim nun bereits als Absteiger feststehenden Schlusslicht Derby County mit einem 2:2 den ersten Auswärtssieg.
dpa
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