Montag, 31. März 2008 / 15:05 Uhr
Baku - Der aserbaidschanische Fußballverband würde für eine Verpflichtung von Berti Vogts offenbar auch tief in die Tasche greifen. Trotz Dementi des ehemaligen Bundestrainers zu seinem angeblich bereits perfekten Engagement arbeiten die Aserbaidschaner weiter mit Hochdruck an einer Einigung.
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«Für die Entwicklung des aserbaidschanischen Fußballs wäre uns auch eine Million nicht zu viel», hieß es auf der offiziellen Internet-Seite des Verbandes zu den möglichen Konditionen einer Vogts-Verpflichtung.
«Doch im Moment wollen wir noch nicht über die Summe reden», erklärte Verbands-Präsident Rownag Abullajew, der auch keine Angaben über die Währung machte. Nach der Unterzeichnung werde man aber die Summe nennen: «Wir machen kein Geheimnis daraus.»
Vogts, der am 20. Februar als Nationalcoach Nigerias zurückgetreten war, bestätigte bisher lediglich ein erstes Gespräch mit Verantwortlichen von Aserbaidschan und kündigte ein weiteres für Ende der Woche an. Laut Abullajews soll der Vertrag mit Vogts noch diese Woche in München unterschrieben werden, danach komme Vogts nach Baku.
Der 61 Jahre alte Ex-Bundestrainer bestreitet dies. Als Nationalcoach Aserbaidschans würde er auf dem Weg zur Weltmeisterschaft 2010 in der Qualifikation auf Deutschland treffen. Schon als schottischer Nationalcoach hatte Vogts ein Wiedersehen mit der DFB-Auswahl gefeiert, in der EM-Ausscheidung für die Endrunde 2004 gab es in Glasgow ein 1:1. In Dortmund gewann Deutschland 2:1.
«Wir wollen, dass Aserbaidschan für eine Überraschung in der Qualifikation sorgt», hat der Fußballverband der Republik am Kaspischen Meer bereits das Ziel für die WM-Gruppenspiele formuliert. Man habe Vogts wegen seiner Verdienste aus einer ganzen Reihe von Bewerbern ausgewählt.
«Davon weiß ich nichts», sagte der frühere Nationalspieler dazu der Deutschen Presse-Agentur dpa. Am 19. August 2009 tritt die DFB-Auswahl in Baku an. Für den 9. September 2009 ist das Rückspiel in Hannover vereinbart. Weitere Gruppengegner auf dem Weg zur WM in Südafrika sind Russland, Wales, Finnland und Liechtenstein.
dpa
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