Mittwoch, 2. April 2008 / 13:38 Uhr
Stuttgart - Die starken Auftritte von Torjäger Mario Gomez haben den Marktwert des Fußball-Nationalspielers vom deutschen Meister VfB Stuttgart in astronomische Höhen geschraubt.
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Der 22-Jährige werde derzeit auf 50 Millionen Euro geschätzt, sagte VfB-Sportdirektor Horst Heldt der Deutschen Presse-Agentur dpa und bestätigte damit einen Bericht der «Sport-Bild». «50 Millionen Euro ist der Marktwert, mit dem die Versicherung den Spieler einschätzt. Das ist eine Orientierung, mit der sie die Police festlegt», erklärte Heldt, betonte jedoch: «Das ist aber nicht so zu verstehen, dass der Spieler gehen kann, wenn ein Verein 50 Millionen Euro zahlt.»
Die Summe, mit der Gomez tatsächlich versichert sei, liege jedoch weit unter diesem Betrag, stellte Heldt klar. Zur Höhe machte er keine Angaben. Nach Informationen der «Sport-Bild» soll sie zehn Millionen Euro betragen. Der wegen eines Muskelfaserrisses für die kommenden beiden Bundesliga-Partien des VfB gegen den Hamburger SV und Bayer Leverkusen ausfallende Gomez sei wie andere VfB-Spieler gegen Invalidität und ähnliche unvorhersehbare Ereignisse versichert.
Vor allem ist die VfB-Führung derzeit darum bemüht, den ständigen Transfer-Spekulationen um den «Fußballer des Jahres 2007» entgegen zu wirken. «Wir müssen doch alle daran interessiert sein, den Jungen hierzubehalten. Mario möchte auch nicht gehen. Er fühlt sich beim VfB sehr wohl und glaubt, dass er sich bei uns noch weiterentwickeln kann», sagte Heldt. Trainer Armin Veh hatte jüngst betont, dass Gomez mindestens eine weitere Saison für den Tabellensechsten spielen werde, dabei aber auch eingeräumt, dass er nicht an einen Verbleib des 15-fachen Saison-Torschützen bis zu seinem Vertragsende glaube.
Parallel zu den Anstrengungen um den Verbleib ihres derzeit begehrtesten Spielers basteln die Schwaben aber auch an ihrem Kader für die Zukunft und bekräftigten ihr Interesse an Jan Simak vom abstiegsbedrohten Zweitligisten Carl Zeiss Jena. «Wir möchten den Spieler gerne haben», betonte Heldt. Über die Ablösesumme habe der Bundesligist mit den Thüringern aber noch nicht gesprochen. Steigt Jena ab, wäre der technisch versierte Mittelfeldspieler für 250 000 Euro zu haben. Da Simak selbst definitiv nach Stuttgart möchte, dürfte der Transfer nur noch eine Frage der Zeit sein. «An mir kann der Wechsel nicht mehr scheitern», zitierte die «Thüringer Allgemeine» den Spielmacher.
Als perfekt meldete der Verein die Verpflichtung des österreichischen Junioren-Nationalspielers Clemens Walch von Red Bull Salzburg. Der 20-Jährige kommt im Sommer ablösefrei und erhält einen Profi-Vertrag für drei Jahre. Spielpraxis soll er vorerst in der Regionalliga-Mannschaft sammeln.
dpa
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