Mittwoch, 2. April 2008 / 17:35 Uhr
Hamburg - Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat Mittelfeldspieler David Jarolim vom Hamburger SV wegen seines Ausrasters gegen Arminia Bielefeld für vier Spiele gesperrt.
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Zudem muss der 27 Jahre alte Tscheche wegen des Griffs in den Unterleib des Bielefelders Markus Schuler eine Geldbuße von 10 000 Euro zahlen. Wie der DFB mitteilte, hat der HSV das Urteil akzeptiert. Nach Informationen der «Sportbild» muss Jarolim für die Tätlichkeit zudem eine vereinsinterne Strafe von 15 000 Euro zahlen. HSV-Präsident Bernd Hoffmann zitierte Jarolim zu sich, um den Vorfall abzuschließen.
Der Tscheche wird dem Bundesliga-Zweiten somit gegen den VfB Stuttgart, den MSV Duisburg, Hertha BSC und den FC Schalke 04 fehlen. Er entschuldigte sich bei der Mannschaft für seinen «Blackout» und relativierte auch seine Aussagen über einen möglichen Wechsel ins Ausland. «Das war aus der Emotion heraus. Ich hätte aufpassen müssen, was ich sage. Man weiß zwar nicht, was im Fußball noch alles passieren kann, doch ich bin absolut glücklich in Hamburg», sagte Jarolim dem Internetanbieter «sport1.de». Es sei ein Fehler gewesen, aus dem Frust heraus nach seinem Platzverweis von einem Abschied zu sprechen.
Nach einem Gespräch mit Trainer Huub Stevens zeigte sich Jarolim einsichtig: «Wir haben alles geklärt und ich habe mich entschuldigt. Er hat deutliche Worte gefunden und gesagt, dass ihn meine Aktion überrascht und enttäuscht hat», sagte der Tscheche. «Wir haben weiter gegenseitig Respekt voreinander und das wird auch bis Ende der Saison so bleiben.»
Die Kritik aus der Bundesliga in den vergangenen Wochen habe ihn zum Teil hart getroffen. «Bei einigen Vereinen habe ich sicherlich kein positives Image, aber damit muss ich leben», sagte Jarolim.
dpa
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