Donnerstag, 3. April 2008 / 13:14 Uhr
Düsseldorf - Es ist nicht mehr Not gegen Elend, sondern ein Abstiegsduell zweier Clubs, denen die Konkurrenz mittlerweile Respekt zollt. Für den MSV Duisburg und Energie Cottbus haben sich die Vorzeichen verändert:
anzeige
In der Rückrundentabelle der Fußball-Bundesliga ist der MSV besser als Werder Bremen, Cottbus lediglich zwei Tore schlechter als die Hanseaten. Zudem sind die «Zebras» nach dem 2:1 in Bremen und dem 1:1 gegen Hannover zweimal hintereinander ungeschlagen, die Lausitzer reisen mit der Empfehlung zweier Heimsiege (2:0 gegen Bayern München, 2:1 gegen Hertha BSC) an.
Doch in der Addition bleibt die Auftaktpartie des 27. Erstliga-Spieltags eine Auseinandersetzung des Zitterns. Nur mit dem dritten Saison-Heimsieg würde der Tabellen-16. Duisburg (22 Punkte) den Abstiegsplatz verlassen und die einen Rang besseren Lausitzer (23 Punkte) überholen. Die Handicaps beider Zweitliga-Kandidaten sind offensichtlich: Der MSV ist mit nur neun Zählern schwächste Heim-Elf, Cottbus wartet seit dem 7. April 2007 (3:1 bei Eintracht Frankfurt) auf einen Auswärtserfolg.
«Für uns ist jedes Auswärtsspiel noch schwieriger als die Partien auf eigenem Platz», schilderte Energie-Chefcoach Bojan Prasnikar das akuteste Problem seiner Elf. Doch auch mit einem Remis wäre der Slowene zufrieden: «Wenn wir unentschieden spielen, verliert Duisburg zwei Punkte.» Doch Prasnikar-Widerpart Rudi Bommer will sich «die hervorragende Grundstimmung in meiner Mannschaft» nicht verderben lassen.
Der MSV-Trainer machte vor der richtungweisenden Partie ein stark ausgeprägtes Selbstbewusstsein und einen hohen Motivationsgrad aus. Er müsse seine Jungs eher bremsen als animieren, meinte Bommer. Der 50-Jährige kann den zuletzt an einer Grippe erkrankten Ivica Grlic einsetzen, bei dem sich der Verdacht auf eine Meniskusverletzung aus dem Bremen-Spiel nicht bestätigte. Bei Cottbus fällt Innenverteidiger Igor Mitreski (Muskelverletzung) aus und wird durch Ivan Radeljic ersetzt.
Auf eine MSV-Spezialität stellt sich Cottbus besonders ein: die Standards. Beim 2:1-Hinspielsieg erzielten Grlic und Björn Schlicke die Duisburger Tore durch Freistöße, und auch beim 2:1 am vergangenen Samstag in Bremen traf Kapitän Grlic auf diese Weise zum 1:0. «Da müssen wir aufpassen», warnte Prasnikar. Dass auch der Slowene über gefährliche Experten verfügt, bewies Cottbus beim Erfolg über Hertha: Ervin Skela war gegen die Berliner mit einem herrlichen Freistoßtor zum 1:1 und einem Elfmeter zum 2:1 erfolgreich.
Die voraussichtlichen Aufstellungen:
MSV Duisburg: Starke - Lamey, Filipescu, Schlicke, Caceres - Grlic, Bodzek, Tararache - Maicon - Ishiaku, Niculescu
Energie Cottbus: Tremmel - da Silva, Radeljic, Cvitanovic, Ziebig - Bassila - Angelow, Rost - Skela - Rivic, Jelic
Schiedsrichter: Perl (München)
dpa
Nie mehr die Bundesliga - Spiele verpassen: ab sofort bietet Ihnen fussball.com kostenlos an jedem Spieltag der 1. und 2. Fussball Bundesliga einen Live-Ticker.
"Fussball ist mehr als nur ein Sport. Fussball ist Euphorie, Religion und Droge zugleich." Aktuelles zur Droge Fussball, spitz und ohne redaktionelle Schranken, aus unserem Fussball Blog
Die Finalniederlage der EM ist langsam verdaut...also kucken wir mal auf die neue Saison
Lothar Matthäus: Das Chancenplus war ausgeglichen.