Sonntag, 6. April 2008 / 12:47 Uhr
Düsseldorf - Die Fußball-Fans im Rheinland fühlen sich wieder in die «tollen Tage» der Karnevalszeit versetzt: Das 89. Derby zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach elektrisiert in der 2. Bundesliga die Massen.
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«Wenn man eine Viertelstunde vor dem Anpfiff im Stadion ist, erlebt man nur Emotionen, Leidenschaft, Lieder, die Richtung Karneval gehen, und eine richtig positive Stimmung», sagte Mönchengladbachs Trainer Jos Luhukay voller Vorfreude auf das Spiel in dem mit 50 374 Zuschauern ausverkauften RheinEnergie-Stadion.
Säbelrasseln gehört zum Geschäft. So versuchte FC-Coach Christoph Daum die Gäste zu verunsichern, indem er ihnen unterstellte, nur mit Dusel die Liga anzuführen. «Die Frage ist, ob die Gladbacher auch gegen uns das Glück haben werden, das sie zuletzt oft hatten», sagte Daum dem «Express». «Wir stehen oben, weil wir die bessere Mannschaft haben», konterte Mönchengladbachs Nationalspieler Oliver Neuville.
Doch das Derby bezieht seinen Reiz nicht nur aus der Rivalität der Clubs, sondern offenbart auch eine sportliche Brisanz wie lange nicht mehr. Das Spiel ist richtungsweisend für den weiteren Aufstiegskampf. «Das Derby wird ein schwieriges und sehr wichtiges Spiel, nicht nur für die Fans und die Tradition, sondern auch für unseren weiteren Weg», sagte Kölns Keeper Faryd Mondragon, der mit dem FC siegen muss, um im Rennen zu bleiben. Beim Tabellenführer vom Niederrhein könnte im Fall einer Niederlage noch einmal das große Zittern beginnen. Denn Emporkömmling 1899 Hoffenheim sitzt der Borussia im Nacken.
Anders als in den vergangenen Monaten fühlen sich die Kölner nach zuletzt zwei Siegen nacheinander dem fünfmaligen deutschen Meister gewachsen. Und die Borussia hat Respekt vor dem Rivalen. «Das ist ein Team mit zuletzt viel Erfolg, in dem individuelle Qualität steckt. Mittlerweile zeigt die Mannschaft auch, was sie kann», sagte Luhukay über den FC, bei dem er selbst drei Jahre als Co-Trainer fungierte.
Besonderes Augenmerk liegt auf den Sturmreihen. Das Duo Milivoje Novakovic und Patrick Helmes (Köln) traf zusammen bereits 29 Mal und begegnet Rob Friend und Neuville (25 Tore). «Für beide Abwehrreihen wird es auf Stabilität und Zweikampfstärke ankommen», sagte Luhukay, der zudem vor einem Dilemma steht. Durch die Rückkehr des zuletzt gesperrten Steve Gohouri droht dem ehemaligen Kölner Alexander Voigt ausgerechnet an alter Wirkungsstätte ein Platz auf der Bank.
dpa
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Die Finalniederlage der EM ist langsam verdaut...also kucken wir mal auf die neue Saison
Jürgen Wegmann: Zuerst hatten wir kein Glück, und dann kam auch noch Pech dazu.
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