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Helmes rettet Köln 1:1 - Mainz auf Aufstiegsplatz

Köln - Dank Patrick Helmes darf der 1. FC Köln weiter auf die Rückkehr in die Fußball-Bundesliga hoffen. Der Nationalspieler erzielte in der Nachspielzeit des rheinischen Derbys gegen Borussia Mönchengladbach mit einem Foulelfmeter das Tor zum 1:1 (0:1)-Endstand.

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Im Zweitliga-Spitzenspiel hatte Sascha Rösler in der 32. Minute den Tabellenführer Mönchengladbach vor 50 000 Fans im ausverkauften RheinEnergieStadion in Führung gebracht. Damit ist Köln punktgleich mit dem Tabellendritten FSV Mainz 05. Mainz 05 hat das Fern-Duell um Platz drei mit dem SC Freiburg gewonnen und sich im Aufstiegsrennen zurückgemeldet. Mainz-Konkurrent Freiburg erlitt mit der Pleite gegen St.Pauli nach fünf Spielen ohne Niederlage einen herben Rückschlag im Aufstiegsrennen.

Dreikampf

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Leiwakabessy (2.v.r.), Milchraum (r) und Surmann versuchen an den Ball zu kommen.

Die nun seit sieben Partien ungeschlagenen Borussen bauten den Vorsprung auf die Kölner, die mit 46 Zählern als Vierter auf dem ersten Nicht-Aufstiegsplatz liegen, nach dem 27. Spieltag auf sieben Punkte aus. Mönchengladbach musste die Rote Karte für Rouelk Brouwers in der Nachspielzeit verschmerzen. Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer (Herne) stellte Brouwers wegen einer vermeintlichen Notbremse vor dem Strafraum aber zu Unrecht vom Platz. Kurz vor dem Schlusspfiff musste die Partie für etwa zwei Minuten unterbrochen werden, als Feuerkörper aus dem Gladbacher Fanblock flogen.

«Die haben ein schönes Geschenk vom Schiedsrichter bekommen», sagte Gladbachs Stürmer Oliver Neuville und Rösler befand über den Strafstoß: «Das war ein Witz.» Borussen-Trainer Jos Luhukay urteilte milde: «Ich kann dem Schiedsrichter keinen Vorwurf machen.» Sein Kölner Kollege Christoph Daum meinte über die umstrittene Szene: «Wir können uns nicht beschweren.» Kölns Mittelfeldspieler Thomas Broich war mit dem glücklichen Unentschieden mehr als zufrieden. «Ein Punkt für die Moral.»

Die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp mit dem 3:0 gegen den SV Wehen Wiesbaden auf den dritten Platz, während Freiburgs Aufstiegshoffnungen mit dem 0:5 beim FC St. Pauli einen herben Dämpfer erhielten. «Diese deftige Niederlage tut sehr weh», jammerte Freiburgs Trainer Robin Dutt nach dem Debakel, «das Selbstbewusstsein meiner Spieler ist am Boden.»

Im Kampf gegen den Abstieg war der FC Carl Zeiss Jena der große Sieger. Mit dem 3:0 im Keller-Duell mit dem SC Paderborn kamen die Thüringer (25 Punkte) bis auf sechs Zähler an einen Nicht-Abstiegsplatz heran. Der FC Erzgebirge Aue musste sich mit einem 1:1 beim FC Augsburg begnügen. Beim 3:0 gegen den VfL Osnabrück auf dem Aachener Tivoli brachten Patrick Milchraum, Szilard Nemec und Daniel Brinkmann die Alemannia in Sicherheit.

Nach drei Remis nacheinander sammelte Mainz drei wichtige Zähler auf dem Weg zurück ins Oberhaus. Tim Hoogland, Miroslav Karhan und Daniel Gunkel machten den Sieg des seit acht Partien ungeschlagenen FSV perfekt. «3:0 - passt!», stellte Trainer Klopp kurz und bündig fest. Für Wehens Dajan Simac war das Derby wegen einer Notbremse und der Roten Karte nach 47 Minuten beendet.

Beim höchsten Saisonsieg von St. Pauli nach Toren von Filip Trojan, René Schnitzler (2), Marcel Eger und Ahmet Kuru profitierte der Aufsteiger von den Patzern von Michael Langer im Tor des Sportclubs und machte einen großen Schritt in Richtung Klassenverbleib. Freiburg blieb hinter Fürth, das am Freitag 1860 München mit 3:1 besiegt hatte, auf Platz sechs.

Wieder Hoffnung schöpfen kann Jena. Im Kellerduell mit Paderborn sorgten Sami Allagui, Jan Simak (Foulelfmeter) und Werner für den dritten Sieg in Serie. Trotz der Führung von Sanibal Orahovac (35.) verpasste Aue den zweiten Auswärtssieg der Saison. Michael Thurk (57.) schaffte den wichtigen Ausgleich für den FCA, nachdem er in der 18. Minute einen Foulelfmeter kläglich vergeben hatte.

Die seit zehn Spielen ungeschlagenen Hoffenheimer wollen sich beim Durchmarsch von der Regionalliga ins Oberhaus nicht stoppen lassen. «Wenn wir noch drei Mal gewinnen, dann steigen wir auf», sagte Mäzen Dietmar Hopp, dessen Provinzclub beim 2:0 am Freitag gegen den 1. FC Kaiserslautern Klasse bewies. «Wir haben versagt», stellte FCK- Trainer Milan Sasic angesichts der alarmierenden Situation ernüchtert fest und räumte ein, «dass es nicht mehr viel Hoffnung» auf den Klassenverbleib gibt. Die Fans der «toten Teufel» verschafften sich mit einem gellenden Pfeifkonzert und «Vorstand raus»-Rufen Luft.

dpa

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