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Kuntz will FCK mit «Offenheit und Ehrlichkeit» führen

Kaiserslautern - Mit der Rückkehr des ehemaligen Fußball- Profis Stefan Kuntz als Vorstandschef zum 1. FC Kaiserslautern hat beim abstiegsbedrohten Zweitligisten das «Unternehmen Zukunftssicherung» begonnen.

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Als der 45 Jahre alte bisherige Sportmanager des Bundesligisten VfL Bochum unter dem Blitzlicht- Gewitter von mehr als einem Dutzend Fotografen das Pressezentrum im Fritz-Walter-Stadion betrat, verbreitete sich eine Art Aufbruchstimmung. Der neue starke Mann des um seine Existenz bangenden FCK brachte eine erste visuelle Botschaft mit: Die neue Aktion «Lautrer Herzblut» soll Sponsoren, Fans, Verantwortliche und Spieler enger zusammenrücken lassen.

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Stefan Kuntz lacht bei seiner Vorstellung als neuer Vorstandsvorsitzende des 1.FC Kaiserslautern.

Der in schwarzem Anzug mit roter Krawatte gekleidete Hoffnungsträger verbreitete «wie es mein Naturell ist» von Beginn an Optimismus. «Es wird mit dem FCK weitergehen - in der 2. oder 3. Liga», sagte der gebürtige Saarländer. Sein Vater Günter Kuntz, früher Bundesligaprofi bei Borussia Neunkirchen, verfolgte den ersten Auftritt seines Sohnes auf dem Betzenberg mit angespannter Miene. Der neue FCK-Chef ist zuversichtlich, das der Verein trotz seiner kritischen finanziellen Situation die Lizenz sowohl für die zweite als auch für die neue 3. Liga erhalten wird.

Seine künftige Arbeit beim FCK, für den er in sechs Jahren bis 1995 in 170 Bundesligaspielen 75 Tore erzielte, sieht der Europameister von 1996 nicht als «One-Man-Show», sondern als Teamwork. «Ich bin zwar Optimist, aber kein Alleskönner. Ich bin auf ein starkes Team angewiesen, denn für die vielen Fachgebiete benötige ich auch Fachkompetenz», sagte Kuntz. Dennoch traut er es sich zu, für den FCK neue Sponsorenkreise zu gewinnen: «Wir müssen mit Offenheit und Ehrlichkeit auftreten und damit in allen Kreisen Vertrauen zurückgewinnen.»

Sein Vorgänger Erwin Göbel wird künftig für die kaufmännische Geschäftsführung, das ehrenamtliche Vorstandsmitglied Johannes Ohlinger für die Finanzen zuständig sein. Die beiden auf eigenen Wunsch aus dem Führungsgremium ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder Hans-Artur Bauckhage und Rolf Landry sind nach Angaben von Aufsichtsratschef Dieter Buchholz zurückgetreten, «weil nun ja eine starke Persönlichkeit an die Spitze gerückt ist». Kuntz räumte mit einem ersten Gerücht auf: Geld habe bei seinem Engagement keine wesentliche Rolle gespielt, «sonst wäre ich nicht aus der ersten Liga zu einem potenziellen Drittligisten gewechselt».

In einem ersten Gespräch mit Trainer und Mannschaft versuchte Kuntz, den Druck von den Spielern zu nehmen: «Wie es mit dem Club weitergeht, ist jetzt Sache der neuen Führung.» Die Truppe von Trainer Milan Sasic habe nun acht Wochen Zeit für den Klassenverbleib. Kuntz: «Sie können es immer noch schaffen und damit zu Helden werden.» Kuntz, der sich ansonsten nur selten in das sportliche Geschehen einschalten will, wird mit der Mannschaft zum Auswärtsspiel beim FC Erzgebirge Aue fahren.

dpa

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