Sonntag, 13. April 2008 / 12:15 Uhr
Frankfurt/Hamburg - Lothar Matthäus hat eine neue Herausforderung angenommen und setzt seine Trainer-Karriere in Israel fort.
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«Diese Aufgabe ist für mich durchaus reizvoll», erklärte der deutsche Fußball-Rekordnationalspieler schon vor seiner Unterschrift unter einen Kontrakt bis 2010 beim israelischen Spitzen-Club Maccabi Netanya. Beim aktuellen Tabellenzweiten der dortigen Premier League verspricht man sich von dem Star aus Deutschland eine Verbesserung der deutsch-israelischen Beziehungen und einen sportlichen Aufschwung des Teams. «Wir sind froh, dass wir so einen renommierten Mann verpflichten konnten», sagte Maccabi Netanyas Finanzvorstand Andreas Stamatiou der Deutschen Presse-Agentur über Matthäus.
Der 150-malige Nationalspieler hatte sich in Frankfurt/Main mit Clubchef Daniel Jammer und Stamatiou getroffen. Beide Seiten wurden handelseinig, dem Vernehmen nach soll der 47 Jahre alte Deutsche in Israel rund 400 000 Euro Jahresgage erhalten. «Wir haben mit Matthäus einen Zweijahresvertrag abgeschlossen. Er wird seinen Posten Mitte Juni antreten», berichtete Stamatiou von den erfolgreichen Gesprächen im Hilton-Hotel. Es sei «ein großer Schritt für den deutschen und den israelischen Fußball», zitierte die «Bild» Vereinschef Jammer. Stamatiou sagte der dpa, er erhoffe sich «zum einen eine positive Entwicklung im deutsch-israelischen Verhältnis. Und außerdem, dass Matthäus die Mannschaft in den nächsten zwei Jahren sportlich weiterbringen kann».
In der nationalen Meisterschaft ist Maccabi Netanya nach dem 3:0- Heimsieg gegen Hapoel Tel Aviv weiterhin die Nummer 2 - allerdings mit klarem Rückstand auf Spitzenreiter Beitar Jerusalem. Mit Hoffnungsträger Matthäus soll es aber bald ganz nach oben gehen. Laut «Bild am Sonntag» wird der einstige Starakteur des FC Bayern München seine Freundin Liliana nach Israel mitnehmen: «Sie wird dort Kommunikationswissenschaften studieren», sagte er der Zeitung.
Als Trainer hat Matthäus, der bis Ende Mai an der Sporthochschule Köln seine Ausbildung zum Fußball-Lehrer macht und dafür gerade ein Praktikum bei Inter Mailand absolviert, bisher ausschließlich im Ausland gearbeitet: Er war für Rapid Wien, Partizan Belgrad, Atletico Paranaense in Brasilien, als Nationalcoach in Ungarn und zuletzt als Giovanni Trapattonis Assistent bei Red Bull Salzburg tätig. Am erfolgreichsten war seine Arbeit bei Partizan: 2003 führte er den Club zum Meistertitel in Serbien-Montenegro und anschließend bis in die Champions League.
dpa
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Gerhard Delling: Die haben den Blick für die Orte, wo man sich die Seele hängen und baumeln lassen kann.
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