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Schalke trennt sich von Slomka - FCB siegt 5:0

Düsseldorf - Das Kapitel Schalke 04 ist für Mirko Slomka beendet. Einen Tag nach dem 1:5-Debakel bei Werder Bremen zog die Vereinsführung des Bundesligisten die Reißleine und setzte dem Fußball-Lehrer, den Stuhl vor die Tür.

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Slomkas Position war schon nach dem 0:1- K.o. in der Champions League beim FC Barcelona wieder ins Wanken geraten. «Im Laufe der Saison haben wir jedoch den Eindruck gewonnen, dass sich die Mannschaft sportlich nicht entscheidend weiter entwickelt», begründete Schalke-Manager Andreas Müller die Trennung von dem 40-Jährigen, der nach dem 28. Spieltag als vierter Coach in dieser Saison nach Petrik Sander (Energie Cottbus), Ernst Middendorp (Arminia Bielefeld) und Hans Meyer (1. FC Nürnberg) den Job verlor.

Werder Bremen - FC Schalke 04

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Die Bremer Spieler jubeln über die 1:0-Führung.

Unmittelbar nach der höchsten Schalker Bundesliga-Niederlage seit mehr als zehn Jahren hatten die Verantwortlichen des Clubs ein klares Bekenntnis für Slomka verweigert. Allein der Gegner hielt ein Plädoyer für den gebeutelten Coach. «Ich habe kein Verständnis dafür, dass er in der Kritik steht, und dass man immer wieder an ihm kratzt», sagte Werder-Trainer Thomas Schaaf, dessen Mannschaft mit dem Kantersieg auf den zweiten Tabellenplatz vorstieß, weil auch der Hamburger SV beim 0:1 gegen den MSV Duisburg unerwartet patzte.

Die Chance, die Tabellenführung auf zehn Punkte auszubauen, nutzte der FC Bayern München einen Tag später eindrucksvoll. Im Testlauf für das DFB-Pokalendspiel am kommenden Samstag in Berlin wurde Finalgegner Borussia Dortmund beim 5:0 (4:0) gedemütigt. Auch ohne die Stars Franck Ribéry und Miroslav Klose ließen die Bayern dem BVB keine Chance. Im zweiten Sonntagsspiel beendete Bayer Leverkusen die eigene Talfahrt und den Höhenflug der Stuttgarter: Nach zuletzt drei Bundesliga-Niederlagen setzte sich das Team von Trainer Michael Skibbe mit 3:0 gegen den VfB durch und verdrängte die zuvor acht Spiele ungeschlagenen Schwaben von Rang fünf.

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Ebenso wie der MSV Duisburg mobilisieren auch andere bereits «totgesagte» Clubs im Existenzkampf ungeahnte Kräfte. Energie Cottbus landete dank Ervin Skela bereits den dritten Sieg in Serie. Nach dem 1:0-Erfolg gegen Arminia Bielefeld und zuletzt 12 von 15 möglichen Punkten beträgt der Abstand der Lausitzer (29 Punkte) zu den Abstiegsrängen nun schon vier Zähler, doch ein Ruhekissen ist das noch lange nicht. «Dass wir uns mit der Serie nicht absetzen konnten, ist Wahnsinn», meinte Energie-Manager Steffen Heidrich mit Blick auf die Konkurrenz, die im Schlussspurt ebenfalls quietschfidel wirkt.

Der Tabellen-15. Hansa Rostock (27) entführte beim Karlsruher SC (2:1) ebenso drei Punkte wie Duisburg (25) beim schwächelnden HSV. Die geplante Aufholjagd musste das neue «Schlusslicht» 1. FC Nürnberg (23) dagegen verschieben, weil die Partie gegen den VfL Wolfsburg am Freitag nach sintflutartigen Regenfällen beim Stand von 1:0 für den FCN abgebrochen wurde und wiederholt werden muss. Einen Nachholtermin will der Deutsche Fußball-Bund (DFB) an diesem Montag festlegen.

Miese Stimmung herrscht beim HSV, dem im Endspurt um die internationalen Startplätze die Luft auszugehen droht. Trainer Huub Stevens und Clubchef Bernd Hoffmann waren nach der schlechtesten Saisonleistung bedient. «Wenn wir so weiterspielen, gewinnen wir keinen einzigen Punkt mehr», sagte Hoffmann. Für den MSV, der schon in Bremen drei Punkte entführte, hat sich die Reise in den hohen Norden abermals gelohnt. Dank Ivica Grlic (54.) gab der Revierclub die «Rote Laterne» vorerst ab. «Wenn wir gegen die Kleinen die Punkte nicht holen, müssen wir eben gegen die Großen gewinnen», kommentierte der famose MSV-Torhüter Tom Starke.

Auch in Rostock versetzt der Glaube an den Klassenverbleib Berge. Der zweifache Torschütze Fin Bartels bescherte dem Ostsee-Club den ersten Sieg seit dem 16. Februar. Selbst vom zwischenzeitlichen 1:1- Ausgleich der Karlsruher ließ Hansa sich nicht aus der Ruhe bringen und kann dem Nordduell gegen Bremen am Dienstag ein wenig gelassener entgegensehen. «Durch den Sieg haben wir uns etwas Luft verschafft», sagte Stefan Wächter.

Mit der 1:2-Niederlage bei Hannover 96 nähert sich Eintracht Frankfurt wieder dem Niemandsland der Tabelle, wo sich sowohl die Niedersachsen als auch der VfL Bochum und Hertha BSC (1:1) längst eingenistet haben. Eintracht-Trainer Friedhelm Funkel schwant, dass es am Ende für einen Platz im internationalen Geschäft nicht reichen wird. «Ich kenne meine Mannschaft. Wir sind nicht in der Lage, unter die ersten Sechs zu kommen», sagte Funkel enttäuscht.

dpa

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